Wahrig Herkunftswörterbuch
richten
lässt sich zusammen mit
mhd.
rihten, ahd.
rihten auf germ.
*reht–ija– „rechtmachen“ zurückführen und ist ein Faktitivum zu recht (→ Recht), bedeutet also eigentlich „gerade machen, in eine angemessene Stellung bringen“, in neuhochdeutscher Zeit entwickelten sich diverse Bedeutungen für das Verb, die sich beispielsweise in den Präfigierungen verrichten
„erledigen“ und einrichten
„etwas ausstatten, versehen“ widerspiegeln; die Ableitung Richter
stellt sich zu richten in der Bedeutung „zu Gericht sitzen“; seit dem 11. Jh. besteht bereits das Adjektiv richtig
, das zunächst „gerade“ bedeutete; ebenfalls auf richten im Verständnis „ausrichten“ bezieht sich die Substantivierung Richtung
„Kurs, Weg“; die Richtschnur
bezeichnete im 15. Jh. zunächst ein Band, mit dem gerade Linien festgestellt werden konnten, heute ist es ein Ausdruck für „Standard, Norm“
Wissenschaft
Totgeglaubte leben länger
Wenn sich ein Stern wie die Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht, verschlingt er seine nahen Planeten. Nun haben Astronomen jedoch Trabanten nach diesem Endstadium entdeckt. von THOMAS BÜHRKE In rund 7,5 Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff-Vorrat in ihrem Zentralbereich aufgebraucht. Dann schrumpft der Kern, bis...
Wissenschaft
Spiel(e) des Lebens
Wenn Paris in diesem Sommer im olympischen Goldrausch schwelgt, denkt vermutlich niemand mehr an jene Athleten der Vormoderne, die auf dem Spielfeld getötet und den Göttern geopfert wurden. von ROLF HESSBRÜGGE Das Feld, auf dem über Leben und Tod entschieden wurde, misst rund 135 mal 90 Meter. Unterteilt ist es ähnlich wie der...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Brennstoffzelle oder Batterie?
Der Sinn des Vergessens
Eis auf dem Mond – und ein Rätsel
Himmlische Lichtspiele
Das Wispern des Weltalls
Faktorfischen