Lexikon
Thermodiffusiọn
[griechisch + lateinisch]
Entmischung von Gasen oder Flüssigkeiten in einem Temperaturgefälle, da die größeren Moleküle bevorzugt nach Stellen tieferer Temperatur wandern. Der Effekt ist zwar sehr klein, kann aber praktisch für die Isotopentrennung verwendet werden: Man benutzt dazu u. a. das Trennrohr (z. B. Clusius-Dickel’sches Trennrohr), das aus einem vertikalen, von außen gekühlten Rohr besteht, durch dessen Achse ein Heizdraht läuft. Neben dem Temperaturgefälle entsteht innen gleichzeitig eine Strömung, die für den Abtransport der leichteren Isotope nach oben und der schwereren nach unten sorgt.
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