Lexikon
Tumorsupprẹssor-Gene
[lateinisch + griechisch]
Anti-OnkogeneGene, deren Proteine die Zellvermehrung hemmen. Bei ihrer Inaktivierung durch Mutation tritt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Tumorwachstum auf. Das bekannteste Beispiel ist p53, ein im Zellkern vorkommendes, an DNA bindendes Protein. Indem p53 geschädigte Zellen an der Teilung hindert (growth arrest) oder zur Apoptose veranlasst, wirkt es als Tumorsuppressor-Protein. Oft weisen Tumoren Mutationen im p53-Gen auf (beim Menschen in rund 50% der Fälle).
Wissenschaft
Flusspferdknochen und Skorpionöl
In der Renaissance entstanden sogenannte Arzneibücher, die Rezepte zur Anfertigung von Medizin gegen vielfältige Krankheiten enthielten und weite Verbreitung fanden. Ein internationales Forscherteam hat nun eines dieser Bücher einer chemischen Analyse unterzogen, um herauszufinden, wie die Nutzung dieser Rezepte durch die Leser...
Wissenschaft
Wie unser Gehirn aus Fehlern lernt
Wenn sich Regeln plötzlich ändern, reagiert unser Gehirn darauf und baut im Kortex die neuronalen Netzwerke um, die für Lern- und Entscheidungsprozesse zuständig sind. Diese Reorganisation läuft schicht- und schrittweise ab: von unten nach oben und von chaotisch zu rhythmisch, wie Neurowissenschaftler nun anhand von Mäusen...