Lexikon

Völkerpsychologie

seit Mitte des 19. Jahrhunderts die wissenschaftliche Erfassung des seelisch-geistigen Gepräges von Großgruppen. Die Entwicklung dieser Disziplin, vorbereitet durch Hegels Lehre vom objektiven Geist, erfolgte vor allem durch H. Steinthal, M. Lazarus und W. Wundt. Gegenstand der älteren Völkerpsychologie war der „Volksgeist“, d. h. das Überindividuelle der Angehörigen eines Volks in Sprache, Religion, Mythos, Kunst, Rechtsordnung und Sitte. Die neuere Völkerpsychologie richtet sich auf Beschreibung und Bedingungsanalyse der charakteristischen Erlebnis- und Verhaltensweisen verschiedener Großgruppen, insbesondere Kulturen (Kulturpsychologie).
Foto von zwei Spechten auf einem schmalen Baumstamm sitzend
Wissenschaft

Spechte grunzen beim Aufschlag wie Tennisspieler

Spechte hämmern mit enormer Wucht auf Holz ein. Als Werkzeug dient ihnen dabei aber nicht nur ihr Schnabel, sondern der ganze Körper, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach spannen die Vögel zahlreiche Muskeln in ihrem ganzen Körper an, um sich zu stabilisieren, und verwandeln sich so in einen lebenden Hammer. Gleichzeitig...

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Wissenschaft

Die Krux mit der Anwendung

Apply or die!“, lautet eine Floskel, die auf eine eher ungeliebte Entwicklung im Forschungsbetrieb abzielt – „Wende an oder stirb!“ Sarkastisch steht sie für den zunehmenden Druck, dass die Wissenschaft möglichst Ergebnisse produzieren solle, die unmittelbar in konkrete Anwendungen münden können. Klar, das ist kein schlechtes...

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