Lexikon
Völkerpsychologie
seit Mitte des 19. Jahrhunderts die wissenschaftliche Erfassung des seelisch-geistigen Gepräges von Großgruppen. Die Entwicklung dieser Disziplin, vorbereitet durch Hegels Lehre vom objektiven Geist, erfolgte vor allem durch H. Steinthal, M. Lazarus und W. Wundt. Gegenstand der älteren Völkerpsychologie war der „Volksgeist“, d. h. das Überindividuelle der Angehörigen eines Volks in Sprache, Religion, Mythos, Kunst, Rechtsordnung und Sitte. Die neuere Völkerpsychologie richtet sich auf Beschreibung und Bedingungsanalyse der charakteristischen Erlebnis- und Verhaltensweisen verschiedener Großgruppen, insbesondere Kulturen (Kulturpsychologie).
Wissenschaft
»Mit einer optischen Uhr lassen sich feine Höhenunterschiede ermitteln«
Tanja Mehlstäubler entdeckte als junge Forscherin, wie präzise sich mit laser-gekühlten Atomen die Zeit messen lässt. Diese Technik entwickelt sie nun weiter. Das Gespräch führte Nikolaus Fecht Frau Professor Mehlstäubler, was hat Sie zur Miniaturisierung von Atomuhren motiviert? Während meiner Postdoc-Zeit in Paris arbeitete ich...
Wissenschaft
Computer überall
„Computus“ – so heißt das Buch, in dem der Mittelalterhistoriker Arno Borst erklärt, dass Leute, die ihre Texte auf einem Computer schreiben und Geld von einem Konto abheben, Dinge nutzen, deren Bezeichnungen von dem Ausdruck „computus“ abstammen, der zugleich uralt und vielseitig ist. Bereits in der Antike erfassten die Menschen...