Lexikon
Zentralarbeitsgemeinschaft
Zentralarbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer DeutschlandsAbkürzung ZAG, die nach dem 1. Weltkrieg am 15. 11. 1918 geschaffene organisatorische Verbindung der deutschen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Ziel war dabei, die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Nachkriegszeit in Fortsetzung der während des Krieges begonnenen Zusammenarbeit möglichst einvernehmlich zu lösen. Im Rahmen der ZAG fanden sich die Arbeitgeber bereit, die Gewerkschaften als Vertreter der Arbeitnehmer sowie das unbeschränkte Koalitionsrecht anzuerkennen, den Gewerkschaften ein Mitspracherecht bei der Festlegung der Arbeitsbedingungen einzuräumen und den Achtstundentag als Normalarbeitstag festzulegen. Die ZAG trug wesentlich zur Beruhigung in der revolutionären Situation bei. Großen Anteil an ihrem Zustandekommen hatten der Industrielle H. Stinnes und der Gewerkschaftsführer K. Legien; daher wird die Vereinbarung über ihre Gründung auch als Stinnes-Legien-Abkommen bezeichnet. 1924 wurde die ZAG von den Gewerkschaften formell aufgekündigt.
Wissenschaft
Neuer Index bewertet Städte nach Gesundheitsfaktoren
Städte beeinflussen durch ihre Gestaltung die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Bewohner. Förderliche Faktoren sind beispielsweise viele Grünflächen, eine hohe Luftqualität und eine gute Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Wie verschiedene europäische Städte in dieser Hinsicht abschneiden, zeigt nun der „Healthy Urban...
Wissenschaft
Frühe Sternhaufen im galaktischen Bogen
In der Frühzeit des Kosmos waren die ersten Galaxien von intensiver Sternbildung geprägt. Jetzt haben Astronomen in einer solchen fernen Galaxie mithilfe des James-Webb-Teleskops fünf junge Sternhaufen entdeckt. Diese extrem dichten, sternreichen Ansammlungen existierten schon 460 Millionen Jahre nach dem Urknall und sind damit...