Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

verziehen

ver|zie|hen
V.
187
I.
mit Akk.; hat verzogen
1.
etwas v.
a)
in eine falsche, unerwünschte Richtung ziehen;
eine Tischdecke v.
b)
auseinander oder zusammenziehen;
das Gesicht, den Mund v.; er verzog keine Miene
er blieb vollkommen ruhig, er ließ sich kein Gefühl anmerken
c)
Pflanzen (bes. Rüben) v.
die zu dicht stehenden Pflanzen herausziehen
2.
ein Kind, einen Hund v.
verwöhnen, zu nachgiebig bei seiner Erziehung sein;
sie haben das Kind gründlich verzogen; das Kind ist völlig verzogen
II.
refl.; hat verzogen
sich v.
1.
sich zusammen oder auseinanderziehen;
sein Gesicht verzog sich vor Schmerz, vor Ekel
2.
die Form verlieren, krumm, schief werden;
die Bretter, Fensterrahmen haben sich (infolge der Feuchtigkeit) verzogen; der Stoff hat sich beim Waschen verzogen
3.
ugs.
sich entfernen, weggehen, verschwinden (bes. um etwas Unangenehmem, z. B. einer Strafe, zu entgehen);
er verzog sich, als der Vater heimkam; der Hund verzog sich unter den Tisch; sich ins Bett v.
zu Bett gehen;
ich werde mich jetzt schleunigst v.
4.
vergehen, vorübergehen;
das Gewitter, der Rauch hat sich verzogen; der Schmerz verzieht sich langsam wieder
III.
o. Obj.; ist verzogen
an einen anderen Ort ziehen;
sie sind vor einem Jahr verzogen; sie sind nach Hamburg verzogen
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