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Andere Länder - andere Sitten: So vermeiden Sie Fettnäpfchen im Urlaub

Wenn Sie verreisen möchten, sollten Sie sich vorab unbedingt gut über die Gebräuche und Gepflogenheiten Ihres Urlaubslandes informieren, um hier und da nicht versehentlich in ein Fettnäpfchen zu treten. Wir geben Tipps, wie Sie sich einigen kulturellen – und hierzulande teilweise skurril wirkenden - Besonderheiten gut anpassen können.

Russland: Komplizierte Frauen

Möchten Sie einer Russin mit einem schönen Strauß Blumen eine Freude machen, dann sollten Sie vorher genau nachzählen. Russische Frauen freuen sich nämlich nur darüber, wenn der Strauß aus einer ungeraden Anzahl von Blumen besteht. Eine gerade Zahl schenkt man hingegen nur im Trauerfall und zu Beerdigungen. Auch in anderen osteuropäischen Ländern gilt diese Regel.

Griechische Flagge
Schon im europäischen Ausland kann sich die Bedeutung von Gesten in ihr Gegenteil verkehren.

Griechenland: Verwirrende Gesten

Wenn Ihnen ein einheimischer Grieche zunickt, dann müssen Sie das als ein „Nein“ deuten. Kopfschütteln bedeutet in Griechenland hingegen „Ja“. In Griechenland wird diese Geste demnach genau anders herum verwendet als in anderen Teilen der Welt. Beachten Sie außerdem, dass die Griechen nicht nur „Nein“ meinen, wenn Sie nicken, sondern „Ja“, wenn sie „Né“ sagen.

Schweden: Skurrile Essgewohnheiten

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Für die ein oder andere kulinarische Besonderheit sind vor allem die Schweden bekannt. Während man in anderen Ländern bevorzugt Toast oder Croissants frühstückt, verspeisen sie morgens zum Kaffee Rentierfleisch. Und zwar nicht einfach nur angebratene, sondern getrocknete und anschließend in Kaffee eingeweichte Rentierfleischstücke. Der Muntermacher, der von den Schweden Lappkaffee genannt wird, ist dort eine ganz besondere Delikatesse. Fleisch und Kaffee werden hierfür direkt aus einer Tasse getrunken.

Namibia: Spektakuläre Regenevents

Sobald Regentropfen vom Himmel kommen, verziehen die Deutschen ihre Gesichter. In Namibia ist das genau umgekehrt: Die Einheimischen freuen sich nicht nur, wenn dunkle Regenwolken aufziehen, sondern hier ist das Regengucken sogar ein echtes Event. Ganze Familien pilgern dann mit ihren Autos und ausgerüstet mit Picknickkörben dem Regen entgegen. Sobald die ersten Tropfen fallen, gibt es kein Halten mehr und alle ziehen ihre T-Shirts aus, um im Regen zu tanzen. Auch Touristen sind ausdrücklich zum Mitfeiern eingeladen!

Papierschirme in Japan
Verher informieren! In Japan, und nicht nur dort, existiert eine ganz eigene Etikette für die Toilettennutzung.

Japan: Reinliche Toilettengänger

Möchten Sie in Japan eine Toilette benutzen, müssen Sie Ihre Straßen- oder Hausschuhe gegen extra dafür vorgesehene Toilettenschuhe austauschen. Die Japaner unterscheiden nämlich streng zwischen reinen und unreinen Orten. Deshalb dürfen Sie auch auf keinen Fall vergessen, die WC-Slipper beim Verlassen der Toilette wieder auszuziehen. Einen praktischen Nebeneffekt hat das außerdem: Stehen die Schuhe nicht vor der Toilette, ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit besetzt.

Italien: Heimtückische Regenschirme

In Italien gibt es noch viele abergläubische Bräuche. Dazu gehört zum Beispiel, dass man weder Schuhe noch Hüte aufs Bett legen darf. Das bedeutet nämlich, dass jemand in der Familie sterben wird. Ähnliches gilt für Schirme. Sie dürfen nach einem Spaziergang im Regen keinesfalls aufgespannt stehen bleiben, andernfalls bringt das Unglück.

Thailand: Farbenfrohe Gemüter

In Thailand steht jeder Wochentag für eine spezielle Farbe, nach der viele Einheimische ihre Kleidung auswählen. Diese Tradition stammt noch aus der hinduistischen Mythologie, wo jedem Gott ein bestimmter Planet und eine bestimmte Farbe zugeordnet wurde. Nach einer astrologischen Formel ergeben sich daraus die Farben der Wochentage. Dienstags trägt man beispielsweise bevorzugt Rosa, mittwochs Grün, donnerstags Orange, freitags Blau, samstags Lila und sonntags Rot. Selbstverständlich tragen nicht alle Thailänder immer die zum Wochentag passende Farbe, aber es kommt gut an, wenn man sich als Reisender entsprechend kleidet und damit zeigt, dass man diese Tradition respektiert.

Großbritannien: Freigebiger Service

In britischen Pubs und Lokalen bezahlt man Rechnungen ohne Trinkgeld. Möchten Sie sich dennoch für guten Service erkenntlich zeigen, können Sie dem Wirt oder der Wirtin mit den Worten „and one for yourself“ ein Bier ausgeben. Später wird die Person dann auf Ihre Kosten trinken – aber nicht, ohne Ihnen vorher zuzuprosten. Mittlerweile steht in manchen Pubs auch ein Glas auf der Theke, in das man ein paar Münzen werfen kann.

Gedeckter Tisch
Tischsitten - ein beliebtes Fettnäpfchen bei Auslandsaufenthalten.

China: Zwanglose Tischsitten

Während es sich in Deutschland nicht gehört, während des Essens Geräusche zu machen, kann in China munter drauf los gefuttert werden - Schlürfen, Schmatzen oder auch mit vollem Mund zu reden, ist dort durchaus erlaubt. Wenn Sie sich gerne auf kulinarische Entdeckungsreisen begeben und andere Länder am liebsten mit allen Sinnen erkunden, dann finden sie bei DER.COM eine tolle Auswahl exklusiver Reiseangebote. Ein paar Dinge sollten Sie aber trotzdem beachten: Die Chinesen putzen sich am Tisch niemals die Nase. Dafür gehen sie auf die Toilette.

Polen: Lockerer Umgang

Für deutsche Gäste ist die polnische Form der Anrede häufig etwas gewöhnungsbedürftig. In Polen spricht man sich nämlich üblicherweise mit dem Vornamen an - auch, wenn man sich eigentlich siezt. Dem Vornamen wird ein „pani“ für Frau und „pan“ für Herr vorangestellt. Deutschen Besuchern kann es also passieren, dass man sie als „Frau Sonja“ oder „Herr Günter“ bezeichnet. Kennen sich Gesprächspartner hingegen besser, benutzen sie häufig Koseformen des Namens. So wird aus Piotr beispielsweise Piotrek, während bei Frauen die Endung „-ka“ angehängt wird.

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