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In welcher Stadt schlug das musikalische Herz des Mittelalters?

In der französischen Hauptstadt Paris. In der Nachfolge der Notre-Dame-Schule prägte die Ars antiqua ab 1260 das Musikleben,bis sie um 1325 von der Ars nova – ein Begriff, den der Musiktheoretiker und Komponist Philippe de Vitry 1325 in einem Traktat prägte – abgelöst wurde. »Alte Kunst«, das hieß: die Organum-Technik zu vervollkommnen und die Motette als wichtigste Gattung der mehrstimmigen Vokalmusik auszubauen, und zwar sowohl in ihrer geistlichen wie in ihrer weltlichen Form; nicht zuletzt aber gab sie erste Anstöße für die Mensuralnotation, die eine weitere Differenzierung des Rhythmus ermöglichte.

Zu den wenigen Komponisten der Ars antiqua, die nicht nur namentlich bekannt sind, zählt Adam de la Halle (ca. 1240–1287), der nach seiner klerikalen und musikalischen Ausbildung in Paris an den Hof Karls von Anjou, König von Sizilien, nach Neapel kam. Hier entstand sein bedeutendstes Werk, das »Jeu de Robin et de Marion«, ein erstes weltliches Singspiel, das neben fünf dreistimmigen Motetten und 16 Rondeaux überdauert hat.

Symbolbild für Befruchtung und Reproduktion zeigt Spermien, eine Eizelle und DNA-Stränge
Wissenschaft

Gesunde Mäuse mit zwei Vätern erzeugt?

Mittels Stammzellen und Gentechnik können Mäuse ohne Mutter, dafür mit zwei biologischen Vätern erzeugt werden. Nun haben Forscher die Methodik so verbessert, dass solche Mäuse länger überleben und teils sogar das Erwachsenalter erreichen. Dafür veränderten die Wissenschaftler 20 Gene mit epigenetischen DNA-Modifikationen, um...

Foto des Santa Ana Viadukts
Wissenschaft

Wie lassen sich beschädigte Stahlbrücken reparieren?

Wenn eine Brücke aus Stahlfachwerk beschädigt wird, stürzt sie nicht zwangsläufig komplett ein. Stattdessen kommt es auf die Lage der Schäden und die Reaktion der verbleibenden Bauteile an, wie Forschende ermittelt haben. Sofern nach dem Schaden bestimmte Stahlträger verdreht und verbogen werden, kann die vermehrte Traglast auf...

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