Wissensbibliothek
In welcher Stadt schlug das musikalische Herz des Mittelalters?
In der französischen Hauptstadt Paris. In der Nachfolge der Notre-Dame-Schule prägte die Ars antiqua ab 1260 das Musikleben,bis sie um 1325 von der Ars nova – ein Begriff, den der Musiktheoretiker und Komponist Philippe de Vitry 1325 in einem Traktat prägte – abgelöst wurde. »Alte Kunst«, das hieß: die Organum-Technik zu vervollkommnen und die Motette als wichtigste Gattung der mehrstimmigen Vokalmusik auszubauen, und zwar sowohl in ihrer geistlichen wie in ihrer weltlichen Form; nicht zuletzt aber gab sie erste Anstöße für die Mensuralnotation, die eine weitere Differenzierung des Rhythmus ermöglichte.
Zu den wenigen Komponisten der Ars antiqua, die nicht nur namentlich bekannt sind, zählt Adam de la Halle (ca. 1240–1287), der nach seiner klerikalen und musikalischen Ausbildung in Paris an den Hof Karls von Anjou, König von Sizilien, nach Neapel kam. Hier entstand sein bedeutendstes Werk, das »Jeu de Robin et de Marion«, ein erstes weltliches Singspiel, das neben fünf dreistimmigen Motetten und 16 Rondeaux überdauert hat.
»Ein wichtiger Punkt ist das Tempo bei der Fahrzeugentwicklung«
Chinesische Automobilhersteller scheinen ihre Konkurrenten aus westlichen Ländern mehr und mehr abzuhängen. Stefan Bratzel erläutert, was dahintersteckt und wie hiesige Unternehmen dagegenhalten können. Das Gespräch führte Heike Stüvel China dominiert den Elektroauto-Markt. Was sind die Gründe, Herr Professor Bratzel? Der Erfolg...
Ein neues Meer im Sonnensystem
Unter dem Eis des Saturntrabanten Mimas verbirgt sich ein bislang unbekanntes Gewässer. Der Ozean des Nachbarmonds Enceladus beherbergt sogar die chemischen Zutaten für Leben. von THORSTEN DAMBECK Acht Jahre nach seiner Entdeckung des Uranus wurde William Herschel 1789 wieder fündig, diesmal bei Saturn: „Wann immer es das Wetter...