Wissensbibliothek
Was sind Ars antiqua und Ars nova?
Das Jahr 1325 stellt den Scheitelpunkt zwischen zwei aufeinanderfolgenden mittelalterlichen Musikrichtungen dar, der Ars antiqua und der Ars nova, der »alten« und der »neuen Kunst«. Diese musikhistorischen Begriffe deuten auf einen grundlegenden Gegensatz hin, in Wirklichkeit aber waren beides Entwicklungsschritte, die traditionelle Mehrstimmigkeit allmählich aus ihrer liturgischen Abhängigkeit zu lösen.
Mit dem Wandel von der Einstimmigkeit des gregorianischen Chorals zur Polyphonie machte die mittelalterliche Musik einen ganz entscheidenden Schritt. Dabei bildete die vor allem in der Pariser Schule von Notre-Dame gepflegte »Organum-Technik« eine Zwischenstufe. Zunächst wurde die zweite Stimme parallel zur ersten geführt, dann als selbständige Gegenstimme im Diskant eingesetzt und verziert, bis schließlich Perotinus Magnus (ca. 1165–1220) aus dem Organum die Drei- und Vierstimmigkeit ableitete.
Schädlingsbekämpfung nach natürlichem Vorbild
Angesichts des steigenden Nahrungsbedarfs der wachsenden Weltbevölkerung kommen in der Landwirtschaft weltweit mehr und mehr chemische Pestizide zum Einsatz. Doch viele Pflanzenschädlinge werden mit der Zeit gegen die gängigen Mittel resistent. Forschende haben nun eine Alternative entwickelt, die sich an einem natürlichen...
Der Dorsch ist weg
Zu Besuch bei Fischer André Grählert am Darßer Bodden. Fischer und Meeresforscher arbeiten zusammen, um die Veränderungen der Fischbestände in der Ostsee zu verstehen. Von CHRISTIAN JUNG André Grählert ist Ostseefischer in fünfter Generation. Er ist es mit Leib und Seele, auch wenn das von ihm verlangt, bei Wind und Wetter...