Wahrig Herkunftswörterbuch

Gardinenpredigt
Im ehelichen Zusammenhang ist davon die Rede, dass einem Mann eine Gardinenpredigt gehalten wird. Gemeint ist damit die Zurechtweisung des Mannes durch die gestrenge Frau in einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich. Die Ehebetten waren früher mit Gardinen oder mit Bettvorhängen der Sicht entzogen und der Bereich, in dem die Frau den angetrunkenen oder verspätet heimgekehrten Mann anherrschen durfte, ohne dass dieser das Gesicht verlor. Für die hinter den Vorhängen stattfindende Strafrede gebrauchte schon Sebastian Brant im Narrenschiff (1494) den Begriff Predigt: „Die ander kyflet an dem Bett: / Der eeman selten fryd do hett / Musz hören predig ouch gar oft, / So manch barfuszer lyt vnd schloft.“ Das erstmals 1743 belegte Wort Gardinenpredigt bezieht sich heutzutage nicht länger nur auf den Ehemann, sondern auch auf andere, die eine Zurechtweisung nötig haben.
Gehirn
Wissenschaft

Schmale Verbindung genügt zur Kommunikation der Hirnhälften

Millionen von Nervenfasern verbinden unsere beiden Hirnhälften miteinander. Dabei sind unterschiedliche Teile dieser Brücke für unterschiedliche Funktionen und Hirnregionen zuständig. Wird diese Verbindung, der Corpus Callosum, durchtrennt, führt das zum sogenannten Split-Brain-Syndrom, das mit Wahrnehmungs- und...

Fischer_NEU_02.jpg
Wissenschaft

Künstliche Debatten über Künstliche Intelligenz

Von Künstlicher Intelligenz (KI) kann man in den Medien seit den 1970er-Jahren lesen oder hören – zunächst natürlich auf Englisch: Artificial Intelligence (AI) hieß das Schlagwort, und es wird historisch interessierte Menschen amüsieren, wenn sie erfahren, dass damals auch der Ausdruck „information overload“ geprägt wurde,...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon