Wissensbibliothek
Wie sah die Reform aus?
Von Anfang an bemüht, den Einfluss der Laien auf Kloster und Kirche zurückzudrängen, setzten sich die Äbte von Cluny besonders gegen den Verkauf kirchlicher Ämter (Simonie) ein. Auch wurde das Mönchsleben wieder stärker an der Regel des Benedikt und an der Klosterordnung, den Consuetudines (lateinisch »Gewohnheiten«), ausgerichtet, wobei das Gebet in den Vordergrund rückte. Im 10. und besonders im 11. Jahrhundert nahmen zahlreiche Klöster die cluniazensische Reform an. Cluny hatte als Kopf eines gut organisierten Klosterverbandes und durch seine bedeutenden Äbte sehr großen Einfluss: Mit Majolus, Odilo und Hugo wurden die Geschicke Clunys zwischen 954 und 1109 von nur drei Äbten bestimmt. Ihr enger Kontakt zu Ottonen und Saliern und die Einsetzung reformorientierter Päpste ermöglichten die Übertragung vieler cluniazensischer Ideen auf die Gesamtkirche im Reich.
Ein unvergängliches Erbe
Kunststoffe, Mikroelektronik und chemische Zusatzstoffe haben die Herstellung vieler nützlicher neuer Produkte ermöglicht. Doch nun stellt der Umgang mit ihren langlebigen Überbleibseln eine enorme Herausforderung dar. Von Carolin Sage Ende 2020 veröffentlichte ein israelisches Forschungsteam eine Studie, die für große...
Das Nordmeer auf der Nachbarwelt
Eine chinesische Marsmission erkundet zurzeit das Utopia-Tiefland. Wo sich heute die Relikte von Schlammvulkanen erheben, könnte einst ein riesiger Ozean gewesen sein. von THORSTEN DAMBECK Trockenen Fußes können Fossilienjäger mancherorts den Boden einstiger Meere absuchen: So belegen spitze Haifischzähne in den Sandgruben des...