Wissensbibliothek
Wie sah die Reform aus?
Von Anfang an bemüht, den Einfluss der Laien auf Kloster und Kirche zurückzudrängen, setzten sich die Äbte von Cluny besonders gegen den Verkauf kirchlicher Ämter (Simonie) ein. Auch wurde das Mönchsleben wieder stärker an der Regel des Benedikt und an der Klosterordnung, den Consuetudines (lateinisch »Gewohnheiten«), ausgerichtet, wobei das Gebet in den Vordergrund rückte. Im 10. und besonders im 11. Jahrhundert nahmen zahlreiche Klöster die cluniazensische Reform an. Cluny hatte als Kopf eines gut organisierten Klosterverbandes und durch seine bedeutenden Äbte sehr großen Einfluss: Mit Majolus, Odilo und Hugo wurden die Geschicke Clunys zwischen 954 und 1109 von nur drei Äbten bestimmt. Ihr enger Kontakt zu Ottonen und Saliern und die Einsetzung reformorientierter Päpste ermöglichten die Übertragung vieler cluniazensischer Ideen auf die Gesamtkirche im Reich.
Das reale Leben im digitalen Riff
Korallenriffe und andere Ökosysteme der Ozeane sind zunehmend bedroht, vor allem durch Klimawandel und Überfischung. Hilfe verspricht nun eine Technik aus der Industrie: digitale Zwillinge. Damit lassen sich Szenarien für Anpassungs- und Schutzmaßnahmen durchspielen und vorab im virtuellen Raum optimieren. von ULRICH EBERL Wer...
Urzeitlicher Entwicklungsschub der Eukaryoten
Vor etwa 1,8 Milliarden Jahren entstanden die ersten Organismen mit Zellkern, die Eukaryoten. Wie ihre frühe Entwicklung verlief, war allerdings bislang weitgehend unklar. Anhand einer umfassenden Analyse der verfügbaren Fossilien haben Forschende nun ein Diagramm des Lebens erstellt, das für fast zwei Milliarden Jahre zeigt, wie...