Wahrig Herkunftswörterbuch
Brandbrief, brandmarken
In einigen Zusammensetzungen verweist der Bestandteil brand– auf alte Bräuche: Ein brantbrief war im 16. und 17. Jh. zum einen ein Brief, in dem man jemandem mit einem Brand drohte; andererseits bescheinigte die süddeutsche Obrigkeit mit einem Brandbrief, dass jemand Haus und Hof durch Brand verloren habe und nun zum Betteln berechtigt sei. Seit dem 18. Jh. ist ein Brandbrief ein eiliger Brief, in dem um Geld gebeten wird. Das Verb brandmarken stammt vom frühnhd. brandmark – gemeint ist ursprünglich ein eingebranntes Zeichen, mit dem Tiere und Geräte als Eigentum gekennzeichnet wurden. Später brannte man es Verbrechern ein, woraus sich auch die heutige Bedeutung „bloßstellen, anprangern“ ableitet. In Verbindung mit Adjektiven wie brandgefährlich, brandheiß oder brandneu bedeutet die Vorsilbe brand– „sehr“ oder „wie Feuer“.
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Infektionen mit multiresistenten Pilzen sind eine zunehmende Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Nun haben Forschende einen bakteriellen Wirkstoff entdeckt, der womöglich Abhilfe schaffen könnte: Die Substanz namens Mandimycin greift die Membran der Pilzzellen mit einem zuvor unbekannten Mechanismus an und umgeht dadurch...
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