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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
brand, Brand:
Alle Wörter, die mit
Brand
zusammengesetzt, sind suggerieren durch die Assoziation mit Feuer besondere Unmittelbarkeit oder Dringlichkeit, wie zum Beispiel
brandaktuell, brandeilig, brandneu
.
Einige dieser Zusammensetzungen gehen auf historische Formen oder Bräuche zurück:
Brandbrief
Brief mit dringlichem Inhalt, meist mit der Bitte um Geld. Anfang des 15. Jahrhunderts war der
brantbrief
ein Fehdebrief, in dem mit Brandschädigung gedroht wurde. Dann wurde daraus eine amtliche Bescheinigung für jemanden, der Haus und Hof durch Brand verloren hatte und mit diesem Brief Mitleid erregte und betteln ging. Im 17. Jahrhundert erscheint der Ausdruck schließlich in der Studentensprache als Bezeichnung für einen dringlichen Mahnbrief.
brandmarken
„(öffentlich) bloßstellen“, „anprangern“, „verurteilen“ geht zurück auf das Frühmittelhochdeutsche
brandmerk
, ein Zeichen, das Gefangenen oder Verbrechern in die Haut eingebrannt wurde.
brandschatzen
unter Androhung von Feuer und Plünderung Geld erpressen.
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