Eine Hautallergie auf Kosmetika ist wie jede Allergie eine ”Überreaktion”. Diese kann immer auftreten, wenn Sie mit ein und derselben Substanz in Kontakt kommen, auf die Sie allergisch reagieren.
Typische Symptome einer Kosmetikallergie sind:
- Rötungen
- Juckreiz
- Bläschen
- Sekretbildung
- Schuppenbildung
- Augenrötungen und -jucken oder -brennen
- In seltenen Fällen Asthma.
Wie gefährlich ist eine Kosmetikallergie?
Sofern es nicht zu einer Folgeinfektion kommt, sind die meisten allergischen Hautreaktionen relativ harmlos und eher lästig als gefährlich. Sie verheilen, ohne Narben zu hinterlassen. Sofern Sie nicht wissen, welcher Stoff bei Ihnen die allergische Reaktion ausgelöst hat, sollten Sie dringend bei einer Fachärztin einen Allergietest durchführen lassen. Sie können bei der Diagnostik helfen, indem Sie Ihre Tätigkeiten, Hygienegewohnheiten, Medikamente oder den Gebrauch neuer Pflegeprodukte aufzeichnen.
Achtung: Nicht alles, was wie eine Kosmetikallergie aussieht, wird durch Kosmetika verursacht. Auch andere Stoffe wie Nahrungs- und Arzneimittel können eine Allergie auslösen.
Die Kosmetikallergie ist eine Kontaktallergie
Bei einer Kontaktallergie handelt es sich um eine allergische Spätreaktion vom Typ IV. Es ist die einzige Allergieform, bei der die sensibilisierten Abwehrzellen (die so genannten T-Lymphozyten) direkt gegen Allergene vorgehen. Besonders tückisch: Die Reaktion nach Kontakt mit einem Allergen, z. B. Nickel, setzt erst verzögert ein, z. T. erst nach 24 bis 72 Stunden! Dies muss man wissen, wenn man sich auf die Suche nach verdächtigen Auslösern begibt!
Wenn Sie an einer Kontaktallergie - eben beispielsweise gegen Kosmetika oder auch Nickel oder Latex - leiden, ist es besonders wichtig, dass Sie folgende Punkte berücksichtigen:
- Meiden Sie möglichst den allergieauslösenden Stoff.
- Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen Allergiepass ausstellen und führen Sie diesen stets bei sich.
- Informieren Sie sich darüber, in welchen Stoffen und Produkten das allergieauslösende Material vorkommt, und studieren Sie sorgfältigst die Inhaltsangaben auf den Verpackungen.
Die häufigsten Kontaktallergene
An bestimmten Stellen, an denen die Kosmetika aufgetragen werden, kann nach einer gewissen Zeit eine allergische Reaktion entstehen -z. B. an Gesicht, Händen oder anderen Hautstellen. Die durch bestimmte Kosmetika ausgelöste Kontaktallergie unterscheidet sich besonders dadurch von anderen Allergien (die z. B. durch Einatmen ausgelöst werden), dass die Reaktion erst nach längerer Zeit einsetzt. Zwischen Auftragen des allergieauslösenden Stoffes und der Hautreaktion können also einige Stunden liegen.
Hier eine Aufstellung der häufigsten Kontaktallergene:
- Nickelsulfat
- Duftstoffe
- Perubalsam
- Thiomersal
- Kobaltchlorid
- n-Phenylendiamin
- Wollwachsalkohole
- Kolophonium
- Kaliumchromat
- Terpentin
- Euxyl K 400
- Neomycinsulfat
- Thiuram-Mix
- Quecksilber
Der Unterschied zwischen Dermatitis und allergischer Reaktion
Eine Dermatitis ist eine Entzündung der Haut wie bei einem Ekzem oder einem Sonnenbrand. Ihre Symptome sind denen einer Hautallergie oft sehr ähnlich: Rötung, Juckreiz und Brennen. Eine nichtallergische Dermatitis tritt jedoch im Gegensatz zur Allergie nicht jedes Mal nach Kontakt mit der betreffenden Substanz auf - eine Allergie schon. Um sicher zu gehen, fragen Sie die behandelnde Ärztin - sie wird Ihnen gerne weiterhelfen.
Was steckt drin in der Creme?
Sie sind allergisch, wissen aber nicht, ob der allergieauslösende Stoff (Allergen) in dem einen oder anderen Pflegeprodukt, das Sie gerne verwenden möchten, enthalten ist? Wir haben eine Liste mit „Übersetzungen“ für Sie zusammengestellt. Hier finden Sie die gängigen Begriffe und deren Bezeichnung, wie Sie sie auf den Produktinhaltsangaben finden.
Die Grundlage sämtlicher Cremes, Lotionen und Shampoos bilden meist folgende Substanzen:
- Paraffinöl = Paraffinum liquidum
- Pflanzenöl = Olus
- Vaseline = Petrolatum
- Wachs = Cera
- Wasser = Aqua
- Wollfett = Lanolin
- Glycerin = Glycerol
- Meersalz = Maris sal
Hinzu kommen, je nach Verwendungszweck, verschiedene Zusatzstoffe:
- Glycin = Glycine
- Hyaluronsäure = Sodium Hyaluronate
- Laktose = Lactose
- Sorbitol = Sorbitol
- D-Panthenol = Dexpanthenol
- Phytantriol = Phytantriol
- Coenzym Q 10
- Folsäure = Folat
- Fruchtsäuren = Alpha Hydroxy Acids (auch als AHA bekannt)
- Selen = Selenium
- Vitamin A = Retinol oder Retinyl Palmitate bzw. Retinyl Acetate
- Vitamin-A-Säure = Tretinoin
- Vitamin B1 = Thiamine
- Vitamin B2= Riboflavin
- Vitamin B6 = Pyridoxine
- Vitamin C = Ascorbinsäure
- Vitamin D = Calciferol
- Vitamin E = Tocopherol bzw. Tocopheryl Acetate oder Alpha-Tocopherol
- Vitamin H = Biotin
- Zink = Zinc
Weitere Inhaltsstoffe von Cremes, die besonders in jüngerer Zeit einen wahren Boom erleben
Vitamin A
Vitamin A (auch als Retinol bekannt) dringt in die unterste Schicht der Oberhaut ein, wo es die Neubildung von Hautzellen anregt. Die Aktivität der Enzyme, die für die Hauterneuerung wichtig sind, wird erhöht. Aufgrund seiner Kollagen bildenden Eigenschaft, wird es bevorzugt in Präparaten für die reife, trockene und schuppende Haut eingesetzt.
Vitamin C
Dieses Vitamin macht freie Radikale unschädlich, steigert dabei die Aktivität der Hautzellen und unterstützt die Zellerneuerung. Außerdem wird durch Vitamin C die Kollagenbildung angekurbelt, was wiederum das Bindegewebe festigt und strafft. Es beugt gut Falten vor und wird heutzutage in stabilisierter Form in vielen Cremes verwendet.
Vitamin E
Das immer häufiger eingesetzte Vitamin E gewährt einen umfassenden und intensiven Zellschutz. Es wirkt antioxidativ, das heißt, es schützt die Haut aktiv vor freien Radikalen und verhindert dadurch eine frühzeitige Hautalterung. In Hautpflegeprodukten erfüllt höher dosiertes Vitamin E gleich mehrere Funktionen. Zum einen dringt es in die Hornschicht ein und reichert sich in der unteren Schicht der Oberhaut an, wo es die Neubildung von Zellen fördert. Zum anderen ist es in der Lage, sich in die Zellwände einzulagern, wo es gegen Angriffe von freien Radikalen schützt und somit der frühzeitigen Hautalterung entgegenwirkt. Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften ist es besonders für trockene Haut zu empfehlen.
Vitamin D
Vitamin D fördert die Entstehung neuer Hautzellen und kurbelt die Bildung des Hautpigments Melanin an, welches bekanntlich vor UV-Strahlen schützt.
Co-Enzym Q10
Co-Enzym Q10 gehört auch zu den Radikalenfängern. Es schützt die Hautzellen vor diesen aggressiven Substanzen, die eine wesentliche Rolle bei der Hautalterung spielen und zum Beispiel durch Rauchen und intensive Sonnenbestrahlung besonders stark aktiviert werden. Es hat eine sehr gute zellschützende Wirkung und hilft Hautschäden vorzubeugen. Man findet es vor allem in Pflegepräparaten, die die vorzeitige Alterung der Haut und eine schnelle Faltenbildung verhindern sollen.
Fruchtsäure (AHA)
Fruchtsäuren - auch als AHA (Alpha-Hydroxy-Acids) bezeichnet - wirken wie ein Tiefenpeeling und erneuern somit die obersten Hautschichten. Diese werden nämlich durch die Säure abgelöst und die Neubildung von Hautzellen somit bewusst unterstützt. Die Haut wird durch die Behandlung dicker, elastischer und glatter, das Bindegewebe wird gestrafft. Dadurch sieht die Haut jugendlicher aus. Fruchtsäurepeelings können als gründliches Tiefenpeeling bezeichnet werden. Allerdings darf dies wirklich nur von einer erfahrenen Kosmetikerin durchgeführt werden.
Phytohormone
Sie zählen zu den neuesten Trends im Cremetöpfchen: Sekundäre Pflanzenstoffe mit hormonähnlicher Wirkung. Wie Forschungen zeigen, regen einige dieser Stoffe die Vitalität und Erneuerung der Hautzellen an und machen gleichzeitig das Bindegewebe fester und elastischer.
Dexpanthenol
Dexpanthenol ist die Vorstufe der zu den B-Vitaminen zählenden Pantothensäure. Dexpanthenol wird in der Haut in eben diese Pantothensäure umgewandelt und dringt wegen seiner kleinen Molekülstruktur gut in die Haut ein. Hautreizungen und -rötungen, wie etwa bei rauer und rissiger Haut, werden gelindert. Heilungsprozesse werden unterstützt und gefördert. Außerdem ist es ein hervorragender Feuchtigkeitsspender. Dies sind alles Eigenschaften, die Dexpanthenol zu einem beliebten und ebenso hervorragenden Pflegemittel für trockene, rissige und spröde Haut machen. Von der Kosmetikindustrie wird Dexpanthenol vor allem in Produkten zur Babypflege, in After-Sun-Präparaten und zur Haarpflege eingesetzt.
Was tun bei Kosmetikallergie?
Wenn eine Creme bei Ihnen einen Hautausschlag auslöst, bedeutet das nicht, dass Sie von nun an auf jegliche Creme verzichten müssen. In aller Regel besteht in solchen Fällen nur eine Allergie auf einen der Inhaltsstoffe. Schnell lässt sich anhand von Allergietest herausfinden, ob Sie beispielsweise auf ein Bindemittel, einen bestimmten Wirkstoff oder ein Konservierungsmittel, das in dem Pflegeprodukt enthalten ist, allergisch sind. Wenn Sie das abgeklärt haben, können Sie in Zukunft diesem Stoff einfach aus dem Weg gehen, indem Sie nur Produkte verwenden, in denen die allergieauslösende Substanz nicht enthalten ist.
Generell gilt:
- Testen Sie Parfum, Pflegeprodukte, Schminke und Haarpflege- und färbemittel immer zuerst auf der Haut, bevor Sie sie anwenden. Geben Sie dazu eine kleine Menge des Produkts auf die Innenseite der Ellenbogen (Armbeuge) und lassen Sie es 24 Stunden einwirken. Hat sich bis dahin keine Reaktion eingestellt, können Sie das Mittel meist ohne Besorgnis anwenden.
- Sollte bei Ihnen eine allergische Reaktion auftreten, verbannen Sie weder alle Pflegemittel aus dem Badschrank, noch testen Sie sich wahllos durch unzählige verwandte Produkte - Sie könnten die Allergieerfahrung sonst noch einige Male machen, ehe Sie ein für Sie passendes Produkt gefunden haben. Einfach ist es, bei den ersten Anzeichen einer Allergie, den Hautarzt oder Allergologen aufzusuchen und gezielt nach dem Allergen zu forschen - meist in Form eines Allergietests. Ist der Übeltäter erst einmal gefunden, können Sie von nun an gezielt nur noch die Produkte kaufen, die Sie vertragen.
- Denken Sie bei allergischen Reaktionen breit gefächert: Ein Haarfärbemittel löst selten eine Reaktion direkt auf der Kopfhaut aus, sondern oftmals an Stirn, Nacken und hinter den Ohren. Augenbrennen kommt nicht zwangsläufig von der neuen Wimperntusche sondern kann unter Umständen vom Nagellack kommen (indem Sie sich mit den Fingern im Gesicht berühren). Sie sehen - auch hier gilt es, gezielt nach dem Allergen zu suchen und nichts von vorne herein auszuschließen. Am besten funktioniert dies mit Hilfe einer Fachperson.
Latexallergie
Wir führen an dieser Stelle auch die Latexallergie auf, da Latex oft in Handschuhen oder anderen Hilfsutensilien verwendet wird, die in Kosmetik- und Haarprodukten ihre Verwendung finden, z. B. für das Färben oder Tönen der Haare. Verwenden Sie nur latexfreie Handschuhe, d. h. solche, die frei sind von Latexallergenen. Im Handel finden Sie inzwischen Alternative aus Vinyl oder anderen Materialien.
Viele Gegenstände des täglichen Lebens enthalten Naturlatex: Den höchsten Latex-Allergengehalt weisen z. B. Luftballons auf. Doch auch Schnuller, Gummihandschuhe oder Kondome enthalten den allergieauslösenden Stoff. Gepuderte Handschuhe stellen ein besonderes Risiko dar, weil die an das Puder gebundenen Latexallergene besonders leicht (auch über die Luft) aufgenommen werden können. Dementsprechend gehören Beschäftigte im Gesundheitswesen ebenso zu den Gruppen mit erhöhtem Risiko wie auch Personen, bei denen mehrere operative Eingriffe durchgeführt wurden. Ebenso sind Patienten mit Handekzemen besonders gefährdet. In den westlichen Industrienationen ist es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Zunahme an Latexallergien gekommen.
Nickelallergie
Bei Schmuckträgerinnen ist sie bereits bekannt: die Nickelallergie. Da Schminken, Mode und Schmuck eng miteinander verbunden sind, sobald es um das Hervorheben der eigenen Schönheit geht, wollen wir auch zu dieser Allergie ein paar Worte anmerken.
Bei empfindlichen Personen kann eine Allergie durch den Hautkontakt mit Nickel ausgelöst werden, z. B. durch nickelhaltigen Schmuck - Modeschmuck enthält fast immer Nickel - und Textilien, die nickelhaltige Reißverschlüsse, Knöpfe usw. haben. Man schätzt, dass rund zwanzig Prozent der weiblichen Bevölkerung und zwischen zwei und vier Prozent der männlichen Bevölkerung empfindlich auf Nickel reagieren.
Kosmetikallergien vorbeugen
Als Kosmetikallergikerin beziehungsweise -allergiker sollten Sie Reinigungsmittel, Pflegecremes und Lotionen vorsichtshalber vor der ersten Anwendung durch Auftragen in der Ellenbeuge testen. Verwenden Sie ausschließlich Produkte mit dem Hinweis ”frei von Konservierungsstoffen”, ”hypoallergen” oder ”parfümfrei”.
Spezielle Pflege-Tipps für Neurodermitiker
Wenn Sie unter Neurodermitis leiden, sollten Sie sämtliche allergieauslösenden Pflegemittel meiden und bei der Verwendung von Kosmetika besondere Vorsicht walten lassen. Verwenden Sie vorwiegend rückfettende Salben, sie enthalten oft Harnstoff, der die Feuchtigkeitsbindung der Haut verbessert. Verwenden Sie auf den nässenden, entzündeten Hautstellen vorwiegend wasserhaltige Cremes oder Lotionen, während sie die trockenen Hautstellen mit fetthaltigen Salben eincremen sollten.
Auch zum Baden sollten Sie nur rückfettende Zusätze verwenden, die möglichst allergenfrei, auch „neutral“ genannt, sind. Außerdem sollte die Badezeit nie länger als 10 bis maximal 15 Minuten dauern. Vergessen Sie nicht, sich danach gründlichst einzucremen - ebenfalls wieder mit einer rückfettenden Salbe.
Gibt es Alternativen?
Ja, die gibt es. Naturkosmetik als Alternative ist nicht nur ein Schlagwort! Es sollten keine Konservierungsmittel, Farbstoffe, mineralischen Öle oder synthetischen Duftstoffe in den Produkten enthalten sein. Wichtige Bestandteile sollten Pflanzenharze und natürlich vorkommende und 100% reine, ätherische Öle sein. Gute Fachgeschäfte, Reformhäuser und Naturkosmetikläden geben gerne Auskunft. Gute Kosmetik kann unumstritten ein täglicher Genuss sein, jedoch wäre es absurd, wenn wir uns mit chemiebeladener Kosmetik konstant einem dauerhaften - wenn auch schleichenden - Schaden aussetzen würden.
„Selbstgebraute“ Pflege aus der Natur
Gesichtsreinigung
Reinigungslotion mit Aloe Vera
200 ml Aloe-Vera-Gel werden mit 80ml Weizenkeimöl und 4 Tropfen ätherischem Zitronenöl vermischt. Anschließend wird das Ganze in eine Glasflasche umgefüllt. Verwenden Sie die Reinigungslotion, indem Sie sie auf die Haut auftragen, einmassieren und anschließend mit Wattepads und lauwarmem Wasser abnehmen.
Natürliche, hautfreundliche Gesichswasser
Blütenwasser aus Hamamelis, Lavendel, Tea-Tree, Orangenblüte und Rose wirken beruhigend auf die Gesichtshaut. Tunken Sie einen Wattebausch mit einem dieser Duftwasser voll und reinigen Sie damit morgens und abends Ihr Gesicht und den Hals.
Peeling
Nehmen Sie Ihre übliche Reinigungslotion und mischen Sie diese zu gleichen Teilen mit Kochsalz. Dies ist ein schnell zubereitetes Peeling für „Eilige“.
Alternativ dazu können Sie statt des Kochsalzes auch geschrotete Leinsamenkleie unter die Lotion rühren, wieder zu gleichen Teilen.
Wer es etwas sanfter und noch eine Spur pflegender mag, der mischt Calendula (getrocknete Ringelblumenblüten) und die Reinigungslotion.
Masken vom Markt?
Gurkenmaske
Nicht gerade vom Markt muss sie sein, aber je frischer desto besser für die Haut: die Gurke. Sie hat eine erfrischende und feuchtigkeitsspendende Wirkung auf unsere Haut - besonders die Gesichtshaut. Ein Alptraum für manchen Ehegatten, aber ein erholsames Paradies für Ihre Haut - die gute alte Gurkenmaske. Hierzu stellen wir Ihnen zwei Varianten vor:
- Schneiden Sie eine gut gewaschene Salatgurke in dünne Scheiben und belegen Sie damit Ihre Gesicht. Lassen Sie die Scheiben etwa 15 Minuten auf Ihrer Haut liegen.
- Pürieren Sie eine Viertel Salatgurke und vermischen Sie das Püree anschließend mit ca. zwei Esslöffeln Quark. Tragen Sie die hellgrüne Masse auf Ihr Gesicht auf und lassen Sie die Maske wiederum 15 Minuten einwirken. Anschließend mit lauwarmen Wasser entfernen.
Leinsamenmaske
Eine Leinsamenmaske ist die geeignete Alternative zur bekannten Gurkenmaske. Sie spendet viel Feuchtigkeit und macht die Haut babypopo-weich. Nehmen Sie hierzu ca. fünf Esslöffel Leinsamenkleie und verrühren Sie diese mit Wasser. Nach einigen Minuten entsteht eine breiige Masse, die sich gut auf das Gesicht streichen lässt. Tragen Sie die Masse auf die Gesichtshaut, Hals und Dekolleté auf und lassen Sie sie ca. zwanzig Minuten einwirken. Nun nehmen Sie die Maske mit einem trockenen Kosmetiktuch ab, damit sie nicht den Abfluss Ihres Waschbeckens verstopft. Zum Schluss spülen Sie Ihr Gesicht mit lauwarmem Wasser ab.
Bananenmaske
In Bananen steckt besonders viel Vitamin A und E sowie viele hautpflegende Mineralstoffe. Das macht diese Frucht zu einem besonders guten Hautpflegemittel. Nehmen Sie eine reife Banane und zerdrücken Sie diese bis sie breiig ist. Anschließend vermischen Sie das Ganze mit zwei Esslöffeln Quark und einem Eigelb. Tragen sie die Maske nun auf Gesicht, Hals und Dekolleté auf, wo sie sie etwa zwanzig Minuten einwirken lassen. Anschließend wird die Maske mit lauwarmem Wasser abgespült.
Haare natürlich pflegen
Haarpackung mit Öl
Jojoba-Öl ist für seine regenerierende und schützende Wirkung schon länger bekannt. Deshalb ist nicht mehr aus unseren Haarpflegeprodukten wegzudenken. Doch es muss nicht immer gleich das teure Produkt aus der Drogerie sein, denn bereits mit einfachen Mitteln lässt sich eine Jojoba-Haarpackung selbst herstellen - und zwar ohne Zusatz chemischer Stoffe. Nehmen Sie hierfür drei Esslöffel Jojoba-Öl, ein Eigelb und einen Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft. Vermischen Sie die Zutaten gründlich zu einem Brei. Diesen tragen sie dann mit Hilfe eines Wattebauschs auf Ihr gewaschenes Haar auf. Wickeln Sie die Haare in ein Handtuch, das sie dann zu einem Turban schlagen. Die Kur sollte ca. eine halbe Stunde einwirken und anschließend mit lauwarmem Wasser ausgespült werden. Danach können Sie das Haar wie gewohnt frisieren.
Haarshampoo selbstgemacht
Verwenden Sie als Basis ein so genanntes Neutralshampoo, wie Sie es in gängigen Naturkosmetikläden oder der Apotheke erhalten. Vermischen Sie darin die gewünschten ätherischen Öle und lassen Sie das Gemisch zwei Wochen ziehen, ehe Sie es verwenden.
Bei Schuppen, strapaziertem und fettigem Haar:
- 100 ml Neutralshampoo
- 7 Tropfen Zedernöl
- 3 Tropfen Muskatellersalbei
- 5 Tropfen Lavendelöl
Bei feinem Haar:
- 100 ml Neutralshampoo
- 10 Tropfen Zitronenöl
- 5 Tropfen Rosmarinöl
- 2 Tropfen Zypressenöl
Allergisch gegen Ihren Lieblingsduft?!
Wer möchte nicht gerne gut duften und damit womöglich den Herzallerliebsten oder die Herzdame entzücken? Fast jeder von uns benutzt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ein Parfum oder Eau de Toilette. Doch was ist, wenn wir unseren Lieblingsduft nicht vertragen? Immerhin zählen Duftstoffe zu den häufigsten Auslösern von Kosmetikallergien. Eine Parfum-Allergie ist oft auf Bestandteile wie Costuswurzel- oder Lorbeeröl zurückzuführen.
Kreieren Sie Ihre persönliche Duftnote
Zur Aufbewahrung verwenden Sie am besten Lichtschutzfläschchen (Braunglasfläschchen) oder Deorollfläschchen. Sie erhalten sie, wie alle anderen Zutaten übrigens auch, in Apotheken oder Naturkosmetikfachgeschäften.
Für Parfums benötigen Sie außerdem Jojobaöl (hat kein Verfalldatum) - ca. 10 ml pro 10 ml Parfum.
Für Rasierwasser oder Eau de Toilette nehmen Sie eine grössere lichtdichte Flasche - ca. 100 ml -, 30 ml 90%igen Alkohol (bei empfindlicher Haut nur ca. 10 ml) und 70 ml (bei empfindlicher Haut 90 ml) Wasser oder Hydrolat (auch Blütenwasser genannt. Es ist das duftende Wasser, das bei der Wasserdampfdestillation zur Gewinnung ätherischer Öle übrig bleibt.)
Zu beiden kommt dann noch die entsprechende Duftnote, indem Sie einige Tropfen ätherischer Öle darunter mischen.
Wichtig ist die Reihenfolge:
- Für ein Parfum: Erst das Jojobaöl und darauf die ätherischen Öle.
- Für ein Eau de Toilette oder Rasierwasser: Erst die ätherischen Öle gut mit dem Alkohol vermischen und anschließend mit dem Wasser auffüllen.
- Verwenden Sie immer nur 1-5 Tropfen pro ätherischem Öl. Am besten erst nur wenige Tropfen und lieber „nachtropfen“ falls Ihnen der Duft zu wenig intensiv ist. (Beachten Sie aber, dass die Duftnote erst nach ca. vier Wochen ihr volles Bouquet entwickelt hat!)
- Lassen Sie den Duft vor Anwendung etwa vier Wochen reifen.
- Bewahren Sie Ihren Duft lichtgeschützt und kühl auf. Er wird sich so jahrelang halten.
Einige ätherische Öle, die sich für Damendüfte eignen:
Warm und blumig
Sandelholz - Rosenholz - Rose - Mairose - Neroli
Sportlich und dynamisch
Vetiver - Palmarosa - Neroli - Bergamotte - Mandarine
Verführerisch süß
Sandelholz - Jasmin - Benzoe Siam - Rose - Mandarine
Exotisch und orientalisch
Tonka - Zimtrinde - Kreuzkümmel - Koriander - schwarzer Pfeffer - Ingwer - Ylang-Ylang - Grapefruit - sämtliche Zitrusdüfte
Einige ätherische Öle, die sich für Herrendüfte eignen:
Sanft
Hamamelis - Benzoe Siam - Rosenholz - Sandelholz - Ylang Ylang - Limette
Herb und dynamisch
Hamamelis - Rosmarin - Vetiver - Zypresse - Palmarosa - Muskatellersalbei - Douglasie - Neroli - Lemongrass
Sinnlich und verführerisch
Hamamelis - Benzoe Siam - Sandelholz - Rosmarin - Mairose - Limette - Grapefruit
Wenn auch die Kleinen „ihr“ Parfum wollen:
Verwenden Sie von folgenden ätherischen Ölen maximal ein bis allerhöchsten drei Tropfen auf 10 ml Jojobaöl:
Warm und süß
Sandelholz - Mimose - Neroli
Balsamisch-blumig
Benzoe-Siam - Rosenholz - Mairose - Litsea
Literaturtipps
„So helfe ich mir selbst bei Allergien. Allergische Reaktionen erkennen, vermeiden und natürlich behandeln“ von Iris Hammelmann
Urania Verlag, 1997
ISBN: 3-33200-584-7
„Allergie Stop. So findet Ihr Immunsystem die richtigen Antworten auf die Umwelt“ von Dr. med. Hermann Geesing
Herbig Verlag, 2001
ISBN: 3-77662-095-1
„Liebesdüfte“ von Valerie Worwood
Goldmann Verlag, 1997
ISBN: 3-44210-471-8
„Irdische Düfte - Himmlische Lust. Eine Kulturgeschichte der Duftstoffe“ von Günther Ohloff
Birkhäuser Verlag, 2000
ISBN: 3-76432-753-7
Kontakt
Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V.
Giotenstr. 164
53 175 Bonn
Telefon: +49-228-36 79 10
Weleda AG Heilmittelbetriebe
Möhler Straße 3-5
73 525 Schwäbisch-Gmünd
http://www.weleda.deDem Katalog liegt ein Deklarationsleitfaden bei in dem alle Inhaltsstoffe aufgeführt werden.
Für Allergiker werden parfumfreie Pflegeprodukte mit möglichst wenig Inhaltsstoffen angeboten. Auf synthetische Konservierungsmittel wird verzichtet.
ADIZ - Allergie Dokumentatons- und Informationszentrum
Burgstr. 12
33 175 Bad Lippspringe
http://www.adiz.de
Forum Essenzia e. V.
Gemeinnütziger Verein für Förderung, Schutz und Verbreitung der Aromatherapie und Aromapflege
Meier-Helmbrecht-Straße 4
81 377 München
Telefon: +49-89-71 43 91
Fax: +49-89-71 03 99 29
http://www.forum-essenzia.de
O.K.-Reisen GmbH
Lange Straße 75
31 675 Bückeburg
Telefon: +49-57 22-30 31
Spezialist für Heilbehandlungen im Urlaub bei Hautkrankheiten und Neurodermitis. Zwei eigene Kliniken am Toten Meer.



