Wissensbibliothek
Woran starb der Archäologe?
In den letzten Jahren quälte Schliemann ein Ohrenleiden. Er konsultierte Spezialisten in ganz Europa und ließ sich 1890 in Halle operieren. Auf der Heimreise nach Athen machte er Station in Neapel. Dort brach er – wohl infolge des Eingriffs – am 25. Dezember 1890 zusammen und starb tags darauf.
Neben der Entdeckung Trojas – für sich schon eine Jahrhundertsensation – gelang es Schliemann durch seine Grabungen, viele neue Details über die Welt der Antike zutage zu fördern und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Gleichzeitig bedeutete seine Arbeit für die Archäologie auch methodisch einen Sprung nach vorn. Ab 1880 stand ihm der Archäologe Wilhelm Dörpfeld (1853 bis 1940) als Assistent zur Seite. Gemeinsam setzten sie erstmals neue Grabungsmethoden ein, die heute zum Standard der Forschung gehören und die Schliemann für viele zum Vater der modernen Archäologie machen.
Der klügste Mensch, von dem kaum jemand gehört hat
Manchmal tauchen in der Wissenschaftsgeschichte Figuren auf, von denen man meint, sie als die klügsten Menschen auf dem Erdball feiern zu müssen. Der amerikanische Physiker Richard Feynman (1918 bis 1988) wurde von vielen Zeitgenossen so eingeschätzt. Genau wie der aus Ungarn stammende Mathematiker John von Neumann (1903 bis 1957...
Mit Hirn und Herz
Über den Blutkreislauf und das Nervensystem stehen Herz und Gehirn miteinander in Verbindung. Ihr Zusammenspiel wird immer wichtiger beim Verständnis von Erkrankungen. von ALINA WOLF Mehr als jeder dritte Todesfall in Deutschland ließ sich 2023 auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückführen. Damit sind sie die häufigste...