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Alles rund um Boxspringbetten

Geschichte, Aufbau und Kritiken

„Wie man sich bettet, so liegt man“ heißt ein bekanntes Sprichwort, das so viel bedeutet, wie das jeder für sein eigenes Handeln verantwortlich ist und die Konsequenzen dazu tragen muss. Auch die Auswahl von Betten und Matratzen kann Folgen mit sich ziehen – ein gesunder Schlaf ist nur möglich, wenn der Schlafende gemütlich liegt, sich im Schlaf nicht unnötig aufgrund der fehlenden Bequemlichkeit wälzen muss und am nächsten Tag nicht völlig gerädert und mit einem steifen Hals aufwacht. Dementsprechend sollte die Wahl des richtigen Bettes eine gut durchdachte sein und darf in den meisten Fällen auch ein bisschen mehr kosten als die harte Einmann-Pritsche aus dem günstigen Möbeldiscounter.
 
Boxspringbetten
 
Wie die Gemütlichkeit in die Schlafzimmer einzog...
Schon vor Jahrhunderten hat sich nur das arme Volk damit begnügt, auf dem blanken Fußboden oder auf einem Strohlager zu schlafen. Die einfachen Bürger wussten bereits damals, dass es sich in Betten am besten schläft. Eine einfache Holzpritsche hat es oft noch getan, bei der betuchteren Bevölkerung mussten es allerdings auch damals schon Holzbetten vom Tischler sein.
 
Dass ein gesunder Schlaf äußerst wichtig ist, um am nächsten Tag fit in das Arbeitsleben zu starten, weiß mittlerweile jeder und somit wurden im Laufe der Jahre auch die Betten immer bequemer, gesunder und ergonomischer. Heutzutage ist es kaum mehr denkbar, nicht auf einer Matratze zu nächtigen.
 
Allerdings stehen die Menschen heute vor einer großen Auswahl an Betten und Matratzen. Was bei der Wahl zu beachten ist, zeigt der WDR in einem Beitrag. Als populärste Ausführungen wären dabei zu nennen:
 
  • Federkernmatratze
Die Federkernmatratze ist in Deutschland wohl heute noch die verbreitetste Form. Hunderte in miteinander verbundene Stofftaschen eingenähte Stahlfedern machen diese Liegefläche nicht nur flexibel, sondern passen sich auch an die Körperform des Schlafenden an. Vor allem aber der erhöhte Härtegrad, die Langlebigkeit und Stabilität dieser Matratzenart macht sie so beliebt. Allergiker haben aber oftmals Probleme mit Federkernmatratzen, können sich hier zum Beispiel Hausstaubmilben gut in die offenporige Oberfläche einnisten. Auch haben Nutzer, die dazu neigen immer an einer Stelle zu liegen, oftmals über Kuhlenbildung zu klagen. 
 
Federkernmatraze
 
  • Kaltschaummatratzen
Diese meist aus einem einheitlichen Block angefertigte Matratze besteht aus Polyurethan und besitzt eine hohe Anpassungsfähigkeit an den Körper des Nutzers. Problematisch ist aber der fehlende Härtenorm, sodass kaum eine Matratze der anderen gleicht und Käufer schnell überfordert sind. Kaltschaummatratzen eignen sich dafür aber für Allergiker und Schläfer, die es gerne warm haben.
 
  • Latexmatratzen
Latexmatratzen haben in vergangenen Test immer besser abgeschnitten, punkten sie doch mit ihrer Punktelastizität und dem daraus resultierenden Liegekomfort. Allerdings weist eine Latexmatratze Feuchtigkeit ab, sodass sie ungeeignet ist für diejenigen, die im Schlaf leicht schwitzen.
 
Recht neu, dafür aber umso beliebter ist das Boxspringbett, das lange Zeit als Luxusbett gegolten hat. Seinen Ursprung hat das Boxspringbett in den USA, wo es schon seit vielen Jahren in Nobelhotels den Schlaf der Gäste versüßt.
 
Ein Boxspringbett ist auch heute noch nicht die günstigste Variante beim Bettenkauf, ist aber mittlerweile erschwinglich geworden, sodass es in immer mehr privaten Haushalten zu finden ist.
 
Was genau ist ein Boxspringbett eigentlich?
Das Boxspringbett wird gerne auch als amerikanisches Bett bezeichnet und unterscheidet sich vor allem im Aufbau von den sonst in Europa gängigen Betten. Während hierzulande eigentlich ein Bett immer aus Bettgestell, Lattenrost und Matratze besteht, so ist das Boxspringbett tatsächlich eine Art Box. Es setzt sich aus kurzen Füßen, einem Kasten mit Federn und einer dicken Matratze – oder bei der skandinavischen Form zwei übereinanderliegenden Matratzen – zusammen. 
 
  • Füße
Die Füße des Boxspringbettes sind in der Regel nicht höher als 20cm, manchmal sogar noch niedriger. Das macht sowohl das Einsteigen als auch das Aufstehen einfach. Ohne Füße könnte ein Boxspringbett aber gar nicht funktionieren, da zumindest ein geringer Abstand zum Fußboden gegeben sein muss, um Luft zirkulieren zu lassen. Beim Kauf eines Boxspringbettes sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Füße einen guten Stand haben, da sie maßgeblich zur Stabilität des Bettes beitragen – auch wenn sie noch so klein sind.
 
  • Box
Ein Boxspringbett kann leicht mit einem Doppelbett verwechselt werden. Wichtig ist, dass das Bett nicht für ein Lattenrost ausgelegt ist, sondern tatsächlich die Box – der Kasten – mit Federn vorhanden ist. Die Umrahmung besteht meist aus massivem Holz, aber auch andere Materialien sind je nach Geschmack denkbar.
 
  • Matratze
Theoretisch sind alle bekannten Matratzenarten möglich, empfohlen werden aber Federkern- oder Kaltschaummatratzen. Bei einer Federkernmatratze besteht der Vorteil, dass sie gemeinsam mit der Box eine optimale Federung hergibt.
 
  • Topper-Matratze
Wer sich für die skandinavische Form des Boxspringbettes entscheidet, braucht einen sogenannten Topper, die obenliegende Matratze. Diese besteht aufgrund der optimalen Feuchtigkeitsregulierung meist aus Kaltschaum oder Latex.
 
  • Kopfteil
Kaum ein Boxspringbett kommt ohne Kopfteil daher. Dies ist nicht nur ein Aspekt der Schönheit, sondern hält auch die Kälte von den Wänden fern. Manch ein (teureres) Boxspringbett kann sogar mit integriertem Kissen im Kopfteil erworben werden, um ein bequemes Sitzen im Bett möglich zu machen.
 
Muss ein Boxspringbett teuer sein?
Wie bereits erwähnt, sind Boxspringbetten heutzutage nicht mehr nur der wohlhabenderen Bevölkerung vorbehalten. Auch günstige Betten dieser Art gibt es zu kaufen. Allerdings gibt es für Boxspringbetten keine vorgegebene Norm, sodass sich auch schwarze Schafe auf dem Markt tummeln. Die Preise können extrem variieren, sodass Boxspringbetten schon für günstige 200 Euro, aber auch für teure 20000 Euro und mehr erworben werden können.
 
Wer sich für die günstige Variante entscheidet, sollte sich vorab sehr gut informieren, damit er nicht letztendlich auf eines dieser schwarzen Schafe hereinfällt und nicht nur Geld in den Sand setzt, sondern auch seiner Gesundheit keinen Gefallen mit dem Kauf eines „schlechten“ Bettes tut. Seriöse Hersteller finden sich hingegen oftmals schon im mittleren Preissegment und lassen sich anhand von Qualität, guter Verarbeitung und einer vielseitigen Auswahl ausfindig machen, so wie es beispielsweise bei betten.de der Fall ist.
 
Kritische Aspekte
Wenngleich Boxspringbetten mit ihrer opulenten Optik punkten und in der Tat sehr bequem sind, so gibt es aber auch hier einige Dinge zu beachten. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2013 die getesteten Modelle bezüglich der Liegeeigenschaft durchschnittlich bewertet, zudem ist die Austauschbarkein der Matratzen ein schwieriges Thema – denn während normale Matratzen aus hygienischen Gründen nach sieben bis zehn Jahren ausgetauscht werden sollten, so gestaltet sich dies bei vielen Boxspringbetten als schwer. Umso wichtiger ist es also, auf ein Modell zurückzugreifen, dessen erste obere Lage in jedem Fall austauschbar ist. Ansonsten müsste das komplette Bettsystem gewechselt werden.
 
Vor- und Nachteile im Vergleich
 
VorteileNachteile
Aufgrund ihrer Rahmenhöhe erleichtern Boxspringbetten das Ein- und Aussteigen und sind daher auch ideal für ältere Menschen geeignet.Durch ihre Größe sind die Betten sehr sperrig und schwer zu transportieren.
Das Sitzen (beispielsweise zum Fernsehschauen) ist in Boxspringbetten durch das Kopfteil sehr komfortabel. Wie auch bei anderen Matratzenarten können sich nach gewisser Zeit Kuhlen bilden.
Abhängig von der obersten Auflage können sie gut Wärme isolieren.Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Matratzen austauschbar sind.
Optisch wirken sie sehr gemütlich und prunkvoll.  
 
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