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Was ist sein Gesellschaftsvertrag?

»Der Gesellschaftsvertrag« (1762) bereitet schon zentrale Ideen der Französischen Revolution vor. »Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten«, so lautet die provozierende Ausgangsthese, bevor Rousseau seine Gedanken vom Gemeinwillen und dem Volkssouverän als Vertragsgrundlage einer Gesellschaft entwickelt, in der alle die gleichen Rechte und Pflichten haben sollen.

Der noch im selben Jahr erschienene Roman »Émile« erstellt ein idealtypisches Erziehungsprogramm, das nicht als konkrete Handhabe gedacht ist, sondern den Übergang vom Natur- zum Kulturzustand darstellt. Die beiden letzten Werke bringen Rousseau erhebliche Schwierigkeiten sowohl mit den Pariser als auch mit den Genfer Behörden ein: Sie werden als umstürzlerisch und antireligiös verboten und sogar öffentlich verbrannt.

Humanoide Echse in Anzug mit Aktentasche, steht aufrecht vor blauem Hintergrund, Text:
Wissenschaft

Moderne Sisyphusse

Experimentelle Forschung braucht Geld. Manchmal viel Geld. Wenn man als Wissenschaftler an einem nicht industriellen Forschungsinstitut arbeitet – also beispielsweise einer Universität oder einem Max-Planck-Institut –, spendieren hierzulande in aller Regel steuerfinanzierte Fördergeber wie das Bundesforschungsministerium, die...

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Wissenschaft

Der Glaube ans Wasserklosett

„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...

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