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Neue Drogen – die Giftmischer schlafen nicht

Vom Legal High zum verbotenen Rauschmittel

Ende Juli 2012 stellte die Bundesregierung 28 Substanzen unter das Betäubungsmittelgesetz. Synthetische Drogen, die bis dahin legal unter erfrischenden Namen wie „Kräutermischung“ oder „Badesalz“ zu haben waren. Bei den meisten handelt es sich um chemische Abwandlungen bekannter Drogen, produziert von findigen Tüftlern, die damit das Gesetz umgehen konnten. Doch das Verbot wird sie wohl kaum davon abhalten, neue legale Rauschgifte zu mischen – so genannte Legal Highs.

Synthetisch und stärker

Badesalz statt Kokain

Das Amphetamin Mephedron gehörte zu den bekanntesten "Legal Highs". Zunächst als Badesalz frei verkäuflich, ist die Droge heute in den meisten Ländern verboten. Wie Kokain wird Mephedron durch die Nase geschnupft.

Sie sind sechzehn, als sie mit heftigen Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Obgleich Jugendliche in dem Alter extrem selten einen Herzinfarkt erleiden, ist die Diagnose eindeutig bei den drei jungen Texanern, die Kardiologe Colin Kane vom Southwestern Medical Center in Dallas behandelt. Dabei weisen weder die Jungen noch ihre Familien entsprechende Vorerkrankungen auf. Was die drei jedoch verbindet: Sie alle berichten, sie hätten in einem Zeitraum von einem Tag bis zu einer Woche vor ihrem Infarkt die Kräutermischung K2 geraucht. Diese enthält ähnlich wie die hier inzwischen verbotene Rauschdroge Spice Cannabinoide. Wirkstoffe also, wie sie auch in Haschisch oder Marihuana zum Einsatz kommen. Mit einem Unterschied: Sie sind synthetisch hergestellt und sehr viel stärker als die pflanzlichen. Und selbst die können sich bereits in den ersten drei Stunden nach dem Konsum derart auf den Kreislauf auswirken, dass sie den Pulsschlag verdoppeln.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa, September 2012
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