Lexikon
Leubingen
namengebender Fundort einer Gruppe der entwickelten frühneuzeitl. Aunjetitzer Kultur (Leubinger Gruppe) bei Sömmerda, Thüringen; in L. wurde 1877 von F. Klopfleisch ein großer Grabhügel ausgegraben, der unter einer Steinpackung eine zeltartige Grabkammer aus Eichenbohlen enthielt. Darin fanden sich das Skelett eines alten Mannes u. angeblich quer darüber die Knochen eines zehnjährigen Kindes. An Grabbeigaben fand man außer einem Keramikgefäß u. einem Steinbeil mehrere Stücke aus Gold u. Bronze. Aus diesem u. ähnlichen reich ausgestatteten Gräbern der mitteldt. Aunjetitzer Kultur lässt sich auf eine differenzierte Gesellschaftsstruktur schließen.
Wissenschaft
Wie Mykorrhizapilze ihre Netzwerke optimieren
Mykorrhizapilze sind in der Natur von großer Bedeutung: Sie leiten pro Jahr etwa 13 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in den Boden und gehen mit den meisten Pflanzen eine Symbiose ein, die ihr Wachstum fördert. Eine neue Studie zeigt, dass die Pilze ihr Myzelnetzwerk wellenförmig ausbauen, um Kohlenstoff zu transportieren. Die...
Wissenschaft
Ein Einzeller mit Origami-Hals
Nur 40 Mikrometer misst die Mikrobe Lacrymaria olor. Doch wenn das einzellige Lebewesen Beute wahrnimmt, kann es seinen Hals innerhalb von Sekunden auf das 30-fache der eigenen Körperlänge ausfahren. Eine Studie zeigt nun, wie das möglich ist: Demnach ist die Membran am Hals des Einzellers im Ruhezustand auf komplexe Weise...