Wissensbibliothek
Handelt es sich um einen sachlichen Bericht?
Nein, das ursprünglich als Generalbeichte in der Tradition der »Confessiones« des Augustinus geplante Werk entwickelte sich teilweise zu einer eitlen, rührseligen Selbstbespiegelung. Rousseau stellte sich, seiner These der »Denaturation« folgend, als genialen und integren Menschen dar, der an widrigen Umständen gescheitert sei. Er selbst hielt seine Erinnerungen für »das einzig naturgetreue Abbild eines Menschen, das es gibt und das es je geben wird«.
Der erste Teil der Erinnerungen (Buch 1–6) rekapituliert die Jugendjahre des späteren Philosophen, während derer er sich in verschiedensten Berufen herumschlug, etwa als Graveur und Notenkopist arbeitete. Der zweite Teil (Buch 7–12) beschäftigt sich mit seinem Leben in Paris. Breiten Raum nehmen seine Beziehungen zum anderen Geschlecht ein, wie die erst spät legalisierte Liaison mit der Wäscherin Thérèse. Die fünf gemeinsamen Kinder gab der innovative Erziehungstheoretiker ins Heim – beileibe nicht der einzige Widerspruch im Leben des unruhigen Geistes, der stets unentschieden zwischen Selbstherrlichkeit und Verzweiflung schwankte.
Photonenzähler und Dunkelfelder
Mit trickreichen neuen Techniken für die Computertomografie ermöglichen Forscher einen einzigartig scharfen Blick in den menschlichen Körper und sammeln wertvolle Informationen, die für die Mediziner bei der Diagnose von Erkrankungen bislang unzugänglich waren. von RALF BUTSCHER Es herrschte Feierlaune an der Uniklinik Mainz, als...
Im Ring der Zeit
Führt die fernste Zukunft zurück zum Urknall? von RÜDIGER VAAS Alles scheidet, Alles grüsst sich wieder; ewig bleibt sich treu der Ring des Seins. In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall. Krumm ist der Pfad der Ewigkeit“, verkündete Friedrich Nietzsche seine tiefe Überzeugung „...