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Arletty

[
arlɛˈti
]
eigentlich Arlette Léonie Bathiat, französische Schauspielerin, * 15. 5. 1898 Courbevoie,  23. 7. 1992 Paris; Komödien- und Revuestar, der sowohl auf der Bühne als auch im Film (u. a. „Kinder des Olymp“ 1944) erfolgreich war; weitere Filme: „Der Tag bricht an“ 1939; „Die Nacht mit dem Teufel“ 1942; „Der längste Tag“ 1962.
  • Deutscher Titel: Kinder des Olymp
  • Original-Titel: LES ENFANTS DU PARADIS
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1945
  • Regie: Marcel Carné
  • Drehbuch: Jacques Prévert
  • Kamera: Roger Hubert
  • Schauspieler: Jean-Louis Barrault, Arletty, Pierre Brasseur, Louis Salou, Marcel Herrand, Maria Casarès, Jane Marken
Nach mehr als zweijähriger Dreharbeit gelangt »Kinder des Olymp« des französischen Regisseurs Marcel Carné in die Pariser Kinos. Der Film gilt als seine beeindruckendste Arbeit und als Kunstwerk von zeitlosem Rang.
Carné erzählt die Geschichte der schönen Garance (Arletty) im Frankreich von 1827. Sie verlässt den Anarchisten Lacenaire (Marcel Herrand) und bändelt mit dem Pantomimen Baptiste (Jean-Louis Barrault) an. Nach einem kurzen Verhältnis zum Schauspieler Lemaitre (Pierre Brasseur) begegnet Garance dem Grafen de Monteray (Louis Salou). Der Adelige beeindruckt sie durch seinen mondänen Lebensstil, und sie verlässt mit ihm ihre Heimat. Als sie Jahre später zurückkehrt, bringt sie abermals Unordnung in das Leben der sie liebenden Männer. Lemaitre kann sich von ihr lösen, aber Baptiste verlässt für sie Frau und Kind. Lacenaire tötet de Monteray und befreit sich durch die Tat von Garance, die sich endgültig für Baptiste zu entscheiden scheint. Als dessen Frau die beiden Liebenden entdeckt, ergreift Garance die Flucht. Baptiste verfolgt sie, verliert sie aber im Karnevalstreiben.
»Kinder des Olymp« fasziniert einerseits durch seine poetisch romantische Handlung. Andererseits gefällt die üppige Szenerie, die von Menschen ausgefüllten Straßen, die einen lebendigen Hintergrund für die eigentliche Handlung abgeben. Die Kulisse des Films der Boulevard du Crime wurde für fünf Millionen Francs in Nizza nachgebaut. Innerhalb von 54 Wochen spielte der Film in zwei Pariser Kinos 41 Mio. Francs ein.
  • Deutscher Titel: Der längste Tag
  • Original-Titel: THE LONGEST DAY
  • Land: USA
  • Jahr: 1962
  • Regie: Ken Annakin, Bernhard Wicki, Andrew Marton
  • Drehbuch: Cornelius Ryan
  • Kamera: Henri Parsin, Walter Wottitz, Pierre Levent, Jean Bourgoin
  • Schauspieler: Werner Hinz, Kenneth More, John Wayne, Robert Mitchum, Henry Fonda
  • Auszeichnungen: Oscars 1963 für Kamera, Spezialeffekte
Mit großem Staraufgebot kommt »Der längste Tag«, die Nacherzählung des Unternehmens »Overlord«, ins Kino.
Am Morgen des 6. Juni 1944 beginnt die Landung alliierter Truppen in der Normandie. Als die Boote und Fallschirmspringer ihr Ziel erreichen, kommt es zur erbitterten Schlacht mit den Deutschen. Sie endet erst in der Nacht mit dem Sieg der Alliierten, der die Befreiung Westeuropas einleitet.
Der Film verfolgt mit historischer Genauigkeit den Kampfverlauf am Tag der Invasion und zeigt am Beispiel dramatischer Einzelschicksale die Erbarmungslosigkeit und den Widersinn des Kriegs.

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