Lexikon
Casarès
[kasaˈrɛs]
Maria, französische Schauspielerin spanischer Herkunft, * 21. 11. 1922 La Coruña; † 22. 11. 1996 Lavergne; feierte an der Comédie Française, am Théâtre National Populaire und am Théâtre de France Erfolge; wurde berühmt als Protagonistin existenzialistischer Stücke; Filme: „Kinder des Olymp“ 1944; „Die Damen vom Bois de Boulogne“ 1944; „Castigata – die Gezüchtigte“ 1974; „Die Vorleserin“ 1988.
- Deutscher Titel: Kinder des Olymp
- Original-Titel: LES ENFANTS DU PARADIS
- Land: Frankreich
- Jahr: 1945
- Regie: Marcel Carné
- Drehbuch: Jacques Prévert
- Kamera: Roger Hubert
- Schauspieler: Jean-Louis Barrault, Arletty, Pierre Brasseur, Louis Salou, Marcel Herrand, Maria Casarès, Jane Marken
Nach mehr als zweijähriger Dreharbeit gelangt »Kinder des Olymp« des französischen Regisseurs Marcel Carné in die Pariser Kinos. Der Film gilt als seine beeindruckendste Arbeit und als Kunstwerk von zeitlosem Rang.
Carné erzählt die Geschichte der schönen Garance (Arletty) im Frankreich von 1827. Sie verlässt den Anarchisten Lacenaire (Marcel Herrand) und bändelt mit dem Pantomimen Baptiste (Jean-Louis Barrault) an. Nach einem kurzen Verhältnis zum Schauspieler Lemaitre (Pierre Brasseur) begegnet Garance dem Grafen de Monteray (Louis Salou). Der Adelige beeindruckt sie durch seinen mondänen Lebensstil, und sie verlässt mit ihm ihre Heimat. Als sie Jahre später zurückkehrt, bringt sie abermals Unordnung in das Leben der sie liebenden Männer. Lemaitre kann sich von ihr lösen, aber Baptiste verlässt für sie Frau und Kind. Lacenaire tötet de Monteray und befreit sich durch die Tat von Garance, die sich endgültig für Baptiste zu entscheiden scheint. Als dessen Frau die beiden Liebenden entdeckt, ergreift Garance die Flucht. Baptiste verfolgt sie, verliert sie aber im Karnevalstreiben.
»Kinder des Olymp« fasziniert einerseits durch seine poetisch romantische Handlung. Andererseits gefällt die üppige Szenerie, die von Menschen ausgefüllten Straßen, die einen lebendigen Hintergrund für die eigentliche Handlung abgeben. Die Kulisse des Films – der Boulevard du Crime – wurde für fünf Millionen Francs in Nizza nachgebaut. Innerhalb von 54 Wochen spielte der Film in zwei Pariser Kinos 41 Mio. Francs ein.
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