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Wie einigte der Herrscher sein Reich?

Zur Einigung seines Reiches fasste Alexander den Plan, die westliche (griechisch-makedonische) und östliche (persische) Kultur miteinander zu verschmelzen. Bereits 327 v. Chr. hatte er das persische Hofzeremoniell eingeführt und die persische Königstracht angelegt. Ferner ließ er junge Perser in griechischer Sprache und Kultur unterrichten.

Über 80 Stadtgründungen, viele mit dem Namen »Alexandria«, sollten die eroberten Gebiete sichern und zusammenhalten. Diese Städte entwickelten sich vielfach zu wichtigen Handelsplätzen, in denen Okzident (Abendland) und Orient aufeinander trafen und einander durchdrangen. Spektakulär war die Massenhochzeit von Susa 324 v. Chr., bei der Alexander zwei Töchter des Dareios ehelichte und Tausende seiner Soldaten persische Frauen heiraten ließ. Die rechtliche Gleichstellung der Perser und ihre Aufnahme ins Heer waren bei den Makedoniern wenig populär, da sie um ihre Vormachtstellung fürchteten. Es kam zu Aufständen, die Alexander blutig niederschlagen ließ.

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