Lexikon
Buchbinderei
das Gewerbe, der Arbeitsraum und die Tätigkeit des Zusammenfügens bedruckter Bogen zum fertigen Buch. Die Druckbogen, die je nach Größe des Spiegels (das ist die bedruckte Fläche) 4 bis 32 Seiten enthalten (Buchformate), werden zunächst gefalzt, dann werden alle zum Buch gehörenden Bogen in richtiger Reihenfolge zusammengetragen. Nach dem Kollationieren, d. h. dem Nachprüfen des nun erhaltenen losen Buchblocks auf Vollständigkeit und richtige Reihenfolge, folgt das Heften. Hierbei werden im Rücken des Buchblocks drei bis vier Heftschnitte eingesägt und die einzelnen Bogen mit Hanffäden oder Draht um die erste und letzte Seite geheftet. Der Vorsatz ist ein Doppelblatt, dessen eine Hälfte über eine Innenseite der Einbanddecke geklebt wird, während die andere das erste bzw. letzte Blatt (auch Hintersatz) des Buches ist. Hierauf der Block auf sein endgültiges Format zurechtgeschnitten. Durch Runden des Rückens und Pressen erhält er dann seine endgültige Form. Oft wird der Schnitt (die Blattkanten) eingefärbt (Farbschnitt, Kopfschnitt bzw. Vorderschnitt) oder mit Blattgold beklebt (Goldschnitt). Zum Schluss wird der fertige Buchblock in die Buchdecke gehängt, d. h. damit verklebt. In handwerklicher Arbeit werden heute nur noch kleine Auflagen, Einzelbände für Bibliotheken und für Liebhaber gebunden. Bei größeren Auflagen werden die einzelnen Arbeitsgänge durch entsprechende Maschinen oder automatische Buchfertigungsstraßen ausgeführt.
Heute werden auch hochwertige Bücher meist durch die Klebebindung gebunden. Dabei werden die Falzbogen am Buchrücken abgeschnitten und jedes Blatt des Buchblocks mit einem speziellen Kleber (Dispersionskleber oder Hotmeltkleber) an der Blattkante beschichtet. Nachdem der Kleber sich verfestigt hat, wird der Buchblock am Kopf, Fuß und Vorderschnitt im Dreischneider beschnitten, dann mit der Buchdecke verklebt.
Wissenschaft
Knochen unter Strom
Die Heilung von Knochen lässt sich beschleunigen, wenn sie elektrisch gereizt werden. Dieser Methode wollen deutsche Forscher jetzt zum Durchbruch verhelfen, etwa für den Einsatz nach einer Tumor- oder Hüftoperation oder bei komplizierten Brüchen. von TIM SCHRÖDER Knochen ist elektrisch!“ Die Nachricht verbreitete sich 1957 unter...
Wissenschaft
Wie sich das Bärengebiss entwickelt hat
Ob sich ein Säugetier üblicherweise von Pflanzen oder von Fleisch ernährt, erkennt man üblicherweise am Gebiss. Beispielsweise sind bei Pflanzenfressern die hintersten Backenzähne typischerweise größer als die vorderen; bei Fleischfressern ist es andersherum. Doch Bären weichen von diesem Muster ab. Bei ihnen ist meist der zweite...