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Welche Phasen weist der Menstruationszyklus auf?

Wie der Eierstockzyklus kann auch der Menstruationszyklus in drei Phasen eingeteilt werden, nämlich in Menstruationsphase, Aufbauphase und Absonderungsphase. Der Menstruationszyklus läuft zeitgleich mit dem Eierstockzyklus ab und dauert durchschnittlich 28 Tage.

Die Menstruationsphase: Das Einsetzen der Menstruation, auch als Regelblutung oder Periode bezeichnet, markiert den Beginn des Menstruationszyklus. Da es im gerade abgelaufenen Zyklus zu keiner Befruchtung gekommen ist, hat sich der Gelbkörper zurückgebildet und die Produktion von Progesteron, das zusammen mit dem Östrogen den Aufbau und die Mehrdurchblutung der Gebärmutterschleimhaut bewirkt, wurde praktisch eingestellt. Fehlt nun das Progesteron, verengen sich die Blutgefäße, die die Gebärmutterschleimhaut versorgen, und die bis dahin neu aufgebaute Schleimhautschicht löst sich ab und zerfällt. Während der Menstruationsphase (erster bis fünfter Tag des Zyklus) verlassen 50 bis 150 Milliliter an Gewebetrümmern, Blut und Schleim die Gebärmutter und gelangen über den Gebärmutterhals durch die Scheide nach außen.

Die Aufbauphase: Während der Aufbauphase (Proliferationsphase, 6. bis 14. Tag) wird die Gebärmutterschleimhaut wieder dicker. Dieser Wiederaufbaumechanismus, aus dem eine weiche und gut durchblutete Schleimhautschicht hervorgeht, wird durch das Östrogen stimuliert, das während der Follikelreifung in immer größeren Mengen von den Eierstöcken abgegeben wird.

Die Absonderungsphase: Nach dem Eisprung, der etwa um die Zyklusmitte stattfindet, stimuliert die Ausschüttung von Progesteron und Östrogen durch den im Eierstock neu gebildeten Gelbkörper die weitere Verdickung der Gebärmutterschleimhaut und bewirkt eine Verästelung der Blutgefäße und somit die Verbesserung der Durchblutung. In der Absonderungsphase (Sekretionsphase, 15. bis 28. Tag) kommt es zur Ausschüttung von Nährstoffen durch Drüsen in das Gebärmutterlumen, die die eventuell entstandene Blastozyste bis zu ihrer vollständigen Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut (Implantation) am Leben erhalten können. Die Vorbereitungen auf die Implantation erreichen am siebten Tag nach dem Eisprung ihren Höhepunkt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem nach einer erfolgten Befruchtung die Blastozyste in der Gebärmutter eintreffen würde. In den meisten Fällen bleibt eine Befruchtung jedoch aus, der Gelbkörper bildet sich zurück und stellt die Ausschüttung von Progesteron ein. Daraufhin beginnt der Abbau der Gebärmutterschleimhaut und der Zyklus endet.

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