Lexikon
Chrịstusbild
die Darstellung Christi in der bildenden Kunst. Nach anfänglich symbolischen Darstellungen als Fisch, Lamm, Weinstock, Guter Hirte usw. oder als Monogramm entspricht das Christusbild, beginnend mit den Malereien in römischen Katakomben, den christlichen Vorstellungen vom Göttlichen und zugleich Ideal-Menschlichen.
In den frühesten Epochen der christlichen Kunst wurde Christus vorwiegend in jugendlicher Schönheit dargestellt (Bartlosigkeit), bis etwa im 5. Jahrhundert auch ein bärtiges Christusbild aufkam. Dieses setzte sich, männlich-ernst und in gebieterischer Macht, als sog. byzantinischer Typus durch, wobei die romanische Kunst die Strenge vertiefte, die Gotik sie im Ausdruck des Leidens und der Güte löste. Die Renaissance gab dem Christusbild meist milde, gelassene Schönheit; der Barock dagegen erstrebte pathetische Verklärung. Im 19. Jahrhundert herrschten gefühlsselig-sentimentale Christusdarstellungen vor, während die Kunst der neueren Zeit das Bild Christi bald in naturalistischer bzw. psychologisierender Darstellung, bald in einer deutlichen Rückwendung auf frühchristliche Vorbilder zeigt.
Wissenschaft
Ein Einzeller mit Origami-Hals
Nur 40 Mikrometer misst die Mikrobe Lacrymaria olor. Doch wenn das einzellige Lebewesen Beute wahrnimmt, kann es seinen Hals innerhalb von Sekunden auf das 30-fache der eigenen Körperlänge ausfahren. Eine Studie zeigt nun, wie das möglich ist: Demnach ist die Membran am Hals des Einzellers im Ruhezustand auf komplexe Weise...
Wissenschaft
Wenn die Invasoren kommen
Der kleine Ort Saint-Sulpice am Genfer See sei „ziemlich schick“, meint Jérôme Gippet, Biologe an der Universität Lausanne. Doch seit einiger Zeit sei die Idylle durch eine Invasion ungebetener Gäste stark gestört. Gippet geht zu einem struppigen Stück Brachland und beginnt zu graben. Nur wenige Sekunden dauert es, bis überall im...