Wahrig Herkunftswörterbuch
Argusaugen
Wer jemanden oder etwas mit Argusaugen beobachtet, sieht ihn oder es scharf, sehr aufmerksam und meist misstrauisch an. In der griech. Sage ist der allessehende Argos Panoptes ein Hirte, dessen Körper mit Augen übersät ist. Diese Eigenschaft lässt die Göttermutter Hera aufmerken – sie macht Argos zum Hirten der Zeusgeliebten Io, die Zeus selbst in eine Kuh verwandelt hatte. Hermes jedoch schläfert Argos mit seinem Flötenspiel ein, tötet ihn dann und setzt die Augen des Argos in den prachtvollen Pfauenschwanz ein. Io indessen muss in Kuhgestalt fliehen, überquert das nach ihr benannte Ionische Meer und langt schließlich in Ägypten an, wo Hera sie von ihrem Zauber erlöst. Seit dem späteren 17. Jahrhundert sind die Argusaugen als Begriff in der deutschen Literatur belegt, doch bereits im Altertum und im Mittelalter sind lat. Redensarten bezeugt, in denen der Name Argos erwähnt wird.
Wissenschaft
Rätselhafte Träume
Warum wir unsere Träume im Schlaf nicht ausleben und uns später noch nicht einmal an sie erinnern, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Schlafforscher sind sich einig, dass Träume für das seelische, geistige und körperliche Wohlbefinden eines Menschen unentbehrlich sind. Jeder Gesunde träumt, und das jede Nacht, auch wenn er sich am...
Wissenschaft
Tierischer Transport
Zoochorie, die Verbreitung von Samen durch Tiere, formt Ökosysteme und fördert Biodiversität. Ihre Erforschung bringt stetig neue, verblüffende Zusammenhänge ans Licht. von KURT DE SWAAF Wer kennt sie nicht? Die Pflanze mit großen Blättern, an der Kügelchen wachsen, die immer überall hängen bleiben. Ihre erstaunliche...