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Wann gab es die meisten Hexenverfolgungen?
Die meisten Todesurteile gegen Zauberer und Hexen wurden nicht im Mittelalter, sondern zwischen 1580 und 1650 vollstreckt. Zur Zeit des Absolutismus unterlag die Verfolgung nicht mehr geistlicher (Inquisition), sondern weltlicher Gerichtsbarkeit. Den zur Massenhysterie gesteigerten Verfolgungswahn begründete der Hexenhammer (»Malleus maleficarum«, 1486) der beiden Dominikanermönche Heinrich Institoris und Jakob Sprenger. In Frankreich wurde die Hexenverfolgung von keinem Geringeren als dem königlichen Staatsrechtler Jean Bodin (1530–1596) befürwortet, für den Hexerei das schlimmste Verbrechen überhaupt darstellte. Rationalismus und Aufklärung führten zur Entkriminalisierung des so genannten Hexenverbrechens. Kaiser Joseph II. strich 1787 den Artikel über Zauberei aus dem Strafrecht, in Frankreich wurde die Hexereigesetzgebung 1791 aufgehoben.
Anders, als man denkt
„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ Diese Formulierung stammt von Wilhelm Busch, der damit die Erwartungen des 19. Jahrhunderts poetisch auf den Punkt gebracht hat. Damals wurde Wissenschaft zum Beruf, was für den Soziologen Max Weber bedeutete, dass die Welt berechenbar und damit entzaubert wurde. Dies geschah...
In Ruhe alt werden
Manche Arten werden Hunderte Jahre alt. Andere überdauern nicht mal einen Tag. Warum ist das so? Und welche Faktoren bestimmen die Lebenserwartung? Von Rolf Heßbrügge Während das Leben der Eintagsfliege bereits wenige Tage nach ihrem Schlüpfen wieder endet, werden Grönlandhaie in den Tiefen des nördlichen Polarmeers um die 400...