Lexikon
Debye-Scherrer-Verfahren
[dəˈbɛjə-; nach P. J. W. Debye und P. H. Scherrer]
Methode zur Strukturuntersuchung von kristallinen, pulverförmigen Stoffen mit Röntgenstrahlen: Der Stoff wird zu einem Stäbchen gepresst, im Mittelpunkt eines zylindrisch gebogenen Films aufgestellt und mit einer eng ausgeblendeten Röntgenstrahlung einer festen Wellenlänge bestrahlt. Einzelne der verschieden orientierten Kristallite stehen nun so, dass die Bedingung für eine Röntgenstrahl-Reflexion an den Kristallgitterebenen erfüllt ist. Die reflektierten Strahlen liegen auf Kegelmänteln und werden auf dem Film als konzentrisch liegende geschwärzte Ringe mit dem einfallenden Röntgenstrahl als Achse abgebildet. Aus der Lage und der Intensität der Ringe lässt sich die Kristallstruktur berechnen.
Wissenschaft
Depressionen verändern Essensvorlieben
Depressive Menschen bevorzugen andere Lebensmittel als gesunde Menschen. Das zeigt eine Studie, die 117 Menschen mit und ohne Depressionen zu ihrer Vorliebe für bestimmte Lebensmittel befragt hat. Demnach haben Personen mit Depressionen zwar generell weniger Appetit, entwickeln dafür aber eine Vorliebe für Nahrung mit besonders...
Wissenschaft
Umweltfreundliches Ammoniak aus Abwasser
Die industrielle Herstellung von Ammoniak benötigt bislang viel Energie und ist für hohe CO2-Emissionen verantwortlich. Eine Studie zeigt nun eine Alternative auf: Mit Hilfe eines elektrochemischen Ansatzes ist es Forschenden gelungen, Ammoniak aus nitratbelastetem Abwasser zu gewinnen. Dabei kommt ein Dreikammer-System zum...