Lexikon
Doppler-Effekt
[nach C. Doppler]
die Wellenlängenänderung einer Licht- (optischer oder relativistischer Doppler-Effekt) oder Schallwelle (akustischer oder klassischer Doppler-Effekt), die bei einer relativen Bewegung von Quelle und Empfänger des Lichts oder Schalls beobachtet wird. Nähert sich die Quelle dem Beobachter – oder umgekehrt der Beobachter der Quelle –, so wird die Zahl der sich in einer Sekunde vorbeibewegenden Schallwellen erhöht, der Ton wird höher. Ebenso tritt eine Tonerniedrigung ein, wenn sich die Schallquelle entfernt. Ein Beispiel für den akustischen Doppler-Effekt ist die Tonhöhenänderung, die man bei der Vorbeifahrt einer pfeifenden Lokomotive feststellt. Im Gegensatz zum akustischen Doppler-Effekt spielt beim optischen Doppler-Effekt nur die Relativgeschwindigkeit von Strahlungsquelle und Beobachter eine Rolle (Relativitätstheorie). Er zeigt sich in der Verschiebung von Spektrallinien (Rot- oder Violettverschiebung). Der Doppler-Effekt erlaubt die Messung der Geschwindigkeit von leuchtenden Molekülen und Sternen, auch der Rotationsgeschwindigkeit der Sonne durch Beobachtung des Doppler-Effekts an den Rändern der Sonnenscheibe.
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