Lexikon
Famịlientherapie
ein psychotherapeutisches Verfahren, bei dem die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander sowie zur außerfamilialen Umwelt im Mittelpunkt des therapeutischen Geschehens stehen; vereinigt eine Vielzahl von Ansätzen unterschiedlicher theoretischer Herkunft (u. a. Systemtheorie, Kybernetik, Kommunikationstheorie, Konstruktivismus, Psychoanalyse), die sich jedoch hinsichtlich der Gewichtung einzelner Beschreibungsdimensionen der Familie (z. B. Struktur, Kommunikation) und ihres Entwicklungsprozesses unterscheiden; gemeinsam ist den familientherapeutischen (auch systemischen) Ansätzen die Betrachtung der Familie als offenes, soziales System. Krankheit des einzelnen Familienmitglieds wird als Ausdruck und als Lösungsversuch einer Störung der familialen Interaktion (Umgang miteinander) gesehen.
Wissenschaft
Eine Fliege für die Forschung
Die Taufliege Drosophila melanogaster ist ein winziges Tier – mit großem Potenzial für die Wissenschaft. Genetiker, Krebsforscher und Neurowissenschaftler untersuchen seit rund 120 Jahren an ihr, wie das Gehirn Verhalten steuert. Und sie hat noch nicht ausgedient. von TIM SCHRÖDER Wer Obst im Sommer offen herumstehen lässt, merkt...
Wissenschaft
Mythos Varusschlacht
Wie kaum ein anderes historisches Ereignis hat die Varusschlacht den deutschen Nationalismus beflügelt. Und selten wurde in den letzten 500 Jahren ein historischer Ort so sehnsüchtig gesucht wie dieses legendäre Schlachtfeld. Am Ende hat ein metallurgischer Fingerabdruck Gewissheit gebracht. von ALEXANDRA BLOCH-PFISTER Die...