Lexikon

Gestaltpsychologie

in der Grazer Schule begründete, von der Berliner Schule (K. Koffka, W. Köhler, M. Wertheimer) radikal weitergebildete psychologische Richtung, die sich insbesondere mit dem Bereich der Wahrnehmung befasst und die ganzheitliche Struktur des Psychischen betont. Danach erfolgt Wahrnehmung durch das Erfassen von Gestalten. Unter einer Gestalt (z. B. eine Melodie) versteht man dabei ein Ganzes, das andere Eigenschaften (Gestaltqualitäten) besitzt als seine einzelnen Elemente (z. B. Töne) bzw. deren bloße Summe. Gestalt als gegliedertes Ganzes ist danach mehr (Übersummativität = Unableitbarkeit aus den einzelnen Empfindungen) oder etwas anderes als die Summe ihrer Elemente (Nichtsummativität). Die Beziehungen zwischen den Elementen sind transponierbar, die Melodie bleibt auch erhalten, wenn sie verändert, in eine andere Tonart transponiert wird. Die Gestaltpsychologie formulierte Gestaltgesetze (z. B. Gesetze der Nähe, der Gleichartigkeit), die Regeln beschreiben, denen die Wahrnehmung folgt.
Artemis, NASA
Wissenschaft

Der lange Weg zum Mond

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Wissenschaft

Warum das Wollnashorn verschwand

Was geschah mit den gehörnten Zottel-Kolossen? Eine Studie wirft neues Licht auf die Ursachen des Aussterbens der Wollnashörner am Ende der letzten Eiszeit. Die Rekonstruktion ihrer Populationsgeschichte legt nahe, dass eine Kombination aus klimabedingter Lebensraumfragmentierung und geringer, aber anhaltender Bejagung durch den...

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