Lexikon

Grammatikalisierung

Erscheinung des Sprachwandels, bei dem lexikalische Elemente allmählich grammatische Funktionen übernehmen und ihre syntaktische, semantische sowie teilweise ihre morphologische Eigenständigkeit einbüßen. Dieser Prozess wurde erstmals 1912 von dem französischen Sprachwissenschaftler A. Meillet beschrieben. Im Deutschen sind z. B. die Tempus- und Passivbildung mit den Hilfsverben haben, sein und werden das Ergebnis von Grammatikalisierung: Ehemalige Vollverben haben ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt und sind zum Bestandteil grammatischer Konstruktionen geworden.
Wissenschaft

Asteroid Ryugu: Doch nicht so weit gereist?

Er galt bisher als ein exotischer Einwanderer aus dem Randbereich unseres Sonnensystems. Doch nun stellen neue Untersuchungsergebnisse von Probematerial des Asteroiden Ryugu die bisherigen Vorstellungen seiner Entstehungsgeschichte sowie die seiner Verwandtschaft infrage. Die unterschiedlich kohlenstoffreichen Asteroiden sind...

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Wissenschaft

Verkannte Artefakte

Lange Zeit funktionierte die moderne Bioforschung hauptsächlich reduktionistisch: Man trennte die Komponenten, die einen interessierten, aus dem Gesamtsystem heraus und studierte sie isoliert in „Einzelhaft“. Erfolgreich war das allemal: Heerscharen von Forscherinnen und Forschern, die im Labor jahrelang Proteine gereinigt oder...

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