Lexikon

Grammatikalisierung

Erscheinung des Sprachwandels, bei dem lexikalische Elemente allmählich grammatische Funktionen übernehmen und ihre syntaktische, semantische sowie teilweise ihre morphologische Eigenständigkeit einbüßen. Dieser Prozess wurde erstmals 1912 von dem französischen Sprachwissenschaftler A. Meillet beschrieben. Im Deutschen sind z. B. die Tempus- und Passivbildung mit den Hilfsverben haben, sein und werden das Ergebnis von Grammatikalisierung: Ehemalige Vollverben haben ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt und sind zum Bestandteil grammatischer Konstruktionen geworden.
Kulturschale mit dem Vibrio cholerae-Stamm, der für den jüngsten Ausbruch in Mayotte im Jahr 2024 verantwortlich ist.
Wissenschaft

Gefahr durch multiresistenten Cholera-Erreger steigt

In einigen Ländern kursierte in den letzten Monaten und Jahren vermehrt ein Bakterienstamm des Cholera-Erregers, der gegen gleich mehrere Antibiotika resistent ist. Vom Jemen aus breitete sich der Erreger bis in den Libanon und mehrere afrikanische Länder aus, wie Mediziner nun rekonstruiert haben. Das birgt die Gefahr, dass das...

Pompeji
Wissenschaft

Die Kinder-Graffiti von Pompeji

Jüngst bei Ausgrabungen in Pompeji zum Vorschein gekommene Kohlezeichnungen, werden Kindern zugeschrieben. Sie zeigen Gladiatoren, Boxer und wilde Eber – und sie gewähren einen weiteren Einblick in das Leben der Menschen kurz vor der Katastrophe. von DAVID NEUHÄUSER Als im 19. Jahrhundert das „Corpus Inscriptionum Latinarum“, die...

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