Lexikon

Höhenstrahlung

kosmische Strahlung; Ultrastrahlung
aus dem Weltraum und z. T. auch von der Sonne auf die Erde einfallende, sehr energiereiche Teilchenstrahlung. Auf der Erdoberfläche werden (in mittleren Breiten) etwa 2 Teilchen pro 100 cm2 Fläche und pro Sekunde beobachtet. Nachgewiesen wurde die sehr durchdringende Höhenstrahlung noch unter einer 100 m tiefen Wasserschicht und in Bergwerken. Die primäre Strahlung besteht vorwiegend aus Protonen, daneben aus Alphateilchen, schwereren Atomkernen und Elektronen; die Höhenstrahlung hat Energien von 108 bis zu 1018 Elektronenvolt. Ihr genauer Ursprung, vor allem der physikalische Vorgang, in dem die Teilchen ihre außerordentlich hohen Energien erhalten, ist noch weitgehend unbekannt. In der Luftatmosphäre der Erde zerschlagen die primären Teilchen Atomkerne und erzeugen sekundäre Teilchen, u. a. Baryonen und Mesonen. Diese Prozesse spielen sich in Höhen bis herab zu etwa 16 km über dem Meeresspiegel ab und rufen die sog. drei Komponenten der Höhenstrahlung hervor: 1. die Neutronen-Komponente; 2. die harte oder durchdringende Komponente, die aus μ-Mesonen besteht; 3. die weiche Komponente aus energiereichen Lichtquanten und Elektronen. Besonders energiereiche Strahlungsquanten der dritten Komponente (die beim Zerfall neutraler π-Mesonen entstehen) rufen ganze Teilchenschauer hervor, die Kaskadenstrahlung: Sie erzeugen ein Elektron-Positron-Paar; diese Teilchen rufen bei Bremsung an Atomkernen wieder Strahlungsquanten (die sog. Bremsstrahlung) hervor, die ihrerseits wieder Paare erzeugen usw. Die Teilchenzahl im Schauer nimmt zu, bis die Energie der Strahlungsquanten nicht mehr zur Paarerzeugung ausreicht. Der Einfluss der Höhenstrahlung auf die organische Natur ist nicht voll geklärt; wichtig ist, dass sie Mutationen hervorrufen kann.
Weberknecht unter UV
Wissenschaft

Biofluoreszenz: Leuchtende Signale im Regenwald

Viele Tiere zeigen bei Bestrahlung mit Sonnenlicht oder UV-Licht subtile Leuchtmuster – sie fluoreszieren. Wozu diese Biofluoreszenz dient, ist jedoch meist unklar., Jetzt haben Zoologen im peruanischen Regenwald Weberknechte entdeckt, die ein bei Mondlicht und Dämmerung blaugrün leuchtendes Rückenmuster tragen. Diese Struktur...

Kartoffelfäule
Wissenschaft

Kartoffelfäule-Erreger kam aus den Anden

Ab 1845 sorgte die Kartoffelfäule in Irland für verheerende Ernteausfälle und löste eine Hungersnot aus, die mehr als eine Million Menschen das Leben kostete. Doch woher kam der Erreger ursprünglich? Umfassende genetische Analysen verorten die Ursprünge des verantwortlichen Erregers Phytophthora infestans nun in den...

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon