Wissensbibliothek
Ist Wirtschaft nur ein großes Spiel?
Das kann man wohl nicht behaupten. Dennoch ist die sog. Spieltheorie aus der Wirtschaftswissenschaft seit geraumer Zeit nicht mehr wegzudenken.
Beispielsweise eignet sie sich zur Analyse eines Marktes mit wenigen großen Anbietern (Oligopol). Hier wird jede Aktion eines Anbieters (»Spielers«) entsprechende Gegenmaßnahmen der übrigen »Spieler« provozieren. Die Folgen etwa einer Preissenkung oder einer Werbeoffensive ähneln daher weniger einer Rechenaufgabe aus dem Mathematikunterricht – sie sind eher mit den Zügen eines Strategiespiels wie z. B. Schach zu vergleichen. 1994 erhielt als bislang einziger Deutscher Reinhard Selten (* 1930) den Nobelpreis, gemeinsam mit den US-Amerikanern John F. Nash (* 1928) und John C. Harsanyi (1920–2000) »für ihre grundlegende Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie«.
Künstliches Gewebe
Forscher können defekte Zellen des menschlichen Körpers bald durch Zellen aus dem Labor ersetzen. In Studien wird die Verträglichkeit der Therapie derzeit weltweit bei Patienten mit 34 unterschiedlichen Erkrankungen getestet. von RAINER KURLEMANN Die Revolution in der Medizin hat begonnen, aber noch sind es wenige, die von den...
Das ewige Kohlendioxid
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen – besonders nicht beim Thema Klimawandel. Denn CO2, das bedeutendste Klimagas, hat eine andere Zeitskala als der Mensch. Von Rainer Kurlemann Viele Menschen träumen davon, dem Nachwuchs etwas für die Ewigkeit zu hinterlassen. Doch nicht jedes Vermächtnis an die nächste...