Lexikon
Hundert-Blumen-Kampagne
ein 1956/57 von der kommunistischen Parteiführung Chinas unternommener Versuch, die Reglementierung des geistigen Lebens zu lockern. Den Hintergrund bildeten die nach dem XX. Parteitag der sowjetischen KP in allen kommunistischen Staaten in Gang gekommenen Diskussionen. Unter der Parole „Lasst hundert Blumen blühen, lasst hundert Schulen miteinander wetteifern“ forderte Mao Zedong zu einer allgemeinen Kritik an Missständen der neuen Gesellschaft auf. Nach zögerndem Beginn gewann die Kritikbewegung, an der sich vor allem Intellektuelle und Studenten beteiligten, an Umfang und Radikalität. Sie erreichte ihren Höhepunkt im Mai 1957 und begann das Machtmonopol der Partei zu bedrohen. Im Juni 1957 wurde sie abrupt abgebrochen und in eine Kampagne gegen die „Rechten“ übergeleitet. Hunderttausende von Intellektuellen wurden für Jahrzehnte aus ihrem Arbeitsbereich vertrieben. Zu einer Rehabilitierung dieser Gruppe kam es erst in den Jahren seit 1978.
Wissenschaft
Bewaffnet die Stirn bieten
Horn oder Geweih: Wer trägt was und warum, und woraus besteht der Stirnaufsatz? Eine kleine zoologische Kopfschmuckkunde. von CHRISTIAN JUNG Auf dem Kopf des männlichen Hirschs sitzt ein spitzes Geweih – ein Kopfschmuck, der mit zunehmendem Alter durch Pracht und Größe beeindruckt. In Szene gesetzt durch entsprechendes...
Wissenschaft
Cannabis beeinflusst das Arbeitsgedächtnis
Wer gerade gekifft hat, kann nicht unbedingt Bestleistungen bei Denkaufgaben erwarten. Doch wie wirkt sich Cannabis langfristig auf das Gehirn aus? Die bisher größte Studie zu diesem Thema zeigt anhand von Hirnscans von über 1000 Freiwilligen, dass das Arbeitsgedächtnis bei intensiven Konsumenten weniger aktiv ist – auch, wenn...