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LEXIKON

Industrieofen

Anlage zur Erzeugung und Verarbeitung von Werkstoffen aller Art unter Wärmeeinwirkung. Zum Schmelzen und Reduzieren werden Schmelzöfen wie Schacht-, Hoch-, Kupol- und Lichtbogenofen eingesetzt; für die Warmbehandlung, wie z. B. Trocknen, Erwärmen, Erhitzen, Glühen, Härten, Tempern, Rösten, Sintern, Hartlöten, dienen u. a. Trocken-, Wärme-, Kühl-, Glüh-, Schmiede-, Tief-, Härte-, Brenn- und Widerstandsöfen. Bei großen Stückmengen werden die Werkstücke im Fließofen einer stetig ablaufenden Warmbehandlung unterzogen. Bei diesen Durchlauföfen erfolgt der Transport der Teile auf einem Förderband. Beim Stoßofen wird das Wärmgut (Stahlblock) durch eine Stoßvorrichtung allmählich dem heißen Teil des Ofens zugeführt. Beim Drehofen erfolgt die Erwärmung in einem geneigten, sich ständig drehenden Zylinder. Beheizen kann man Industrieöfen mit Brennstoffen (fest, flüssig oder gasförmig) oder elektrisch über einen Fremdwiderstand, den Widerstand des Wärmgutes (Metallbad), über einen Lichtbogen oder durch Induktion (Induktionsofen). Bei der Aluminothermie dient die Reaktionswärme, die bei der Verbrennung von Aluminium mit einem Metalloxid entsteht, als Schmelzwärme, so dass die Beheizung von außen entfällt.
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