Lexikon

Karpfenteichwirtschaft

Nutzung von künstlich angelegten, absperr- sowie ablassbaren Teichen zur Produktion von Karpfen. Laichfische lässt man in kleinen, flachen und daher gut durchwärmten Teichen natürlich ablaichen; die Laichabgabe ist durch Hormoninjektionen beeinflussbar; Eizahl 200 000–700 000. Jungfische werden in größere Vorstreckteiche übergeführt, danach in die mehrere ha großen Abwachsteiche, in denen sie im dreijährigen Umtrieb unter Verwertung der natürlichen Nahrung im Teich (insbesondere Kleintiere) zu Speisefischen heranwachsen. Bei extensiver Bewirtschaftung können Erträge von 50–150 kg pro ha, bei intensiver Bewirtschaftung Erträge bis 600 kg und mehr pro ha erzielt werden. Hauptgebiete der Karpfenteichwirtschaft in Deutschland sind Bayern (Aischgrund, Dinkelsbühl, Oberpfalz) sowie Sachsen, hier vor allem die Oberlausitz. Aquakultur.
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