Lexikon

Ạquakultur

Kultur von nutzbaren Wasserorganismen unter möglichst kontrollierten Umweltbedingungen. Ein- oder wenigzellige mikroskopische Algen werden in Bassins kultiviert. Die Algen werden zu Algenmehl verarbeitet, das als hochwertiger Bestandteil menschlicher Nahrungsmitteln zugesetzt werden kann oder tierischen Futtermitteln beigemischt wird.
Tierisches Plankton (Rädertiere, Kleinstkrebse) wird ähnlich den einzelligen Algen in Bassins kultiviert. Verschiedene Großkrebse, wie große Garnelenarten, werden in Salzwasserteichen oder -bassins kultiviert. Einige Arten werden als Jungtiere ins Meer freigelassen, um die natürlichen Bestände zu vermehren oder um neue Arten einzubürgern.
Miesmuscheln werden an senkrecht ins Wasser gehängten Leinen gezogen, an denen sie sich festspinnen; diese vertikal gezogenen Muscheln wachsen besser und sind sandfrei. Ähnlich werden in Küstengewässern auch Austern gezogen. Ein besonderer Zweig der Muschelzucht ist die Zucht von Perlaustern. Zuchtperlen aus Japan zählen zu den bekanntesten Produkten der Aquakultur.
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Austernbank
Austernbank
Austern bilden dichte, zahlenstarke Kolonien. Die Fortpflanzung wird durch die Mondphasen gesteuert: Zwei Tage nach Voll- oder Neumond, zur Zeit der Springflut, laichen alle geschlechtsreifen Tiere einer Kolonie ab.
Wichtigster Zweig der Aquakultur ist die Haltung und Zucht von Fischen, in Deutschland vor allem Karpfenteichwirtschaft und Forellenzucht. Das Prinzip ist, Fische auf engstem Raum zu halten und ihnen durch starken Wasseraustausch dauernd geeignete Wasserverhältnisse zu bieten. Dies kann geschehen durch Einhängen von Netzgehegen in stehende oder langsam fließende Gewässer oder durch starken Wasserdurchlauf in Bassins oder Teichen. Netzgehege in Küstengewässern werden in Japan für die Aufzucht verschiedener Meeresfische verwendet.
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