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Urban Farming – Komm, wir gehen aufs Dach und ernten Möhren

Gemüse vom Acker fern der Stadt war gestern. Heute kommen Tomaten, Zucchini oder Kartoffeln immer häufiger direkt aus der City: aus Gewächshäusern auf Hochhausdächern, von Äckern auf Industriebrachen oder sogar aus U-Bahnschächten. Der Trend geht zum Urban Farming – und schon einige Großstädte weltweit sind dabei ganz vorn mit dabei.

Luftbild der Lufa Farms in Montreal
Blick auf die Lufa Farms in Montreal, eines der ersten kommerziellen Dachgewächshäuser.

Deutschlands Trendstadt Nummer 1 Berlin macht es vor: Städtisches Gärtnern oder Urban Gardening, gibt es dort schon seit einiger Zeit. Gemeinschaftsgärten machten den Anfang,  Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft gärtnerten darin miteinander. Das förderte die Gemeinschaft durch Austausch untereinander nicht nur im gärtnerischen Bereich. Es entwickelte sich das Bedürfnis, gesunde Lebensmittel für den Eigenbedarf zu produzieren.

Urban Farming ist heute in der Fortsetzung die professionelle Lebensmittelproduktion direkt aus der Stadt. Aber geht das überhaupt?  Passt ein Bauernhof in eine Großstadt? Zahleiche Beispiele zeigen: Ja, das geht. Und zudem hat es auch noch handfeste Vorteile:

Was bringt das Urban Farming?:

  1. Urban Farming, und damit verbunden ortsnaher Konsum, verkürzt Transportwege und verringert CO2 Ausstoß.
  2. Gewächshäuser optimieren die Erträge und sparen Energie.
  3. Das Bewusstsein für Nahrungsmittel wächst. Urban Farming unterstützt genussvolles, bewusstes und regionales Essen und ist Teil der „Slow Food“-Bewegung - einem Gegenentwurf zum uniformen und globalisierten „Fastfood“.
  4. Durch lokales Recycling kompostierbarer Abfälle und Abwässer wird Landwirtschaft und städtische Lebensweise in die natürlichen Stoffkreisläufe integriert.
  5. Bewohner armer Länder erhalten mit Urban Farming die Möglichkeit der Subsistenzwirtschaft
  6. Engpässe, beispielsweise bei Naturkatastrophen, sichern im städtischen Raum die Versorgung mit Lebensmitteln
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Annette Schana
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