Lexikon
Keimplasmatheorie
von A. Weismann zur Erklärung der Vererbung 1885 aufgestellte Theorie, wonach der Zellinhalt der Keimzellen, das Keimplasma, die gesamte Erbsubstanz enthalte u. bei der Entwicklung neuer Individuen wieder vollständig in die Keimzellen übergehe, so dass durch die Generationen eine Kontinuität des Keimplasmas gegeben sei. Da die Entwicklung der Keimzellen vollkommen getrennt von der der Körperzellen verlaufe (Keimbahn), könnten äußere Einflüsse, die auf den Körper einwirken, keinerlei Wirksamkeit auf das Keimplasma ausüben u. seien folglich von der Vererbung ausgeschlossen oder anders ausgedrückt: Erworbene Eigenschaften können nicht vererbt werden. Mit diesem Postulat hatte Weismann eine wichtige Erkenntnis über die Vererbung gewonnen u. damit den Grundstein zum Neodarwinismus gelegt, auch wenn wir heute die Substanz der Vererbung präziser beschreiben können als die DNA im Kern der Keimzellen sowie die RNA im Plasma der Eizelle, die verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten des Eis festlegt.
Wissenschaft
„Die Industrie braucht unsere Unterstützung“
Die Bundesregierung hat die Mittel für die Batterieforschung drastisch gekürzt. Der Chemiker Martin Winter sieht Deutschland um die Früchte milliardenschwerer Investitionen und erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeit gebracht. Das Gespräch führte FRANK FRICK Herr Professor Winter, bei einem Interview vor acht Jahren haben Sie mir...
Wissenschaft
News der Woche 06.09.2024
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