Lexikon

Keimplasmatheorie

von A. Weismann zur Erklärung der Vererbung 1885 aufgestellte Theorie, wonach der Zellinhalt der Keimzellen, das Keimplasma, die gesamte Erbsubstanz enthalte u. bei der Entwicklung neuer Individuen wieder vollständig in die Keimzellen übergehe, so dass durch die Generationen eine Kontinuität des Keimplasmas gegeben sei. Da die Entwicklung der Keimzellen vollkommen getrennt von der der Körperzellen verlaufe (Keimbahn), könnten äußere Einflüsse, die auf den Körper einwirken, keinerlei Wirksamkeit auf das Keimplasma ausüben u. seien folglich von der Vererbung ausgeschlossen oder anders ausgedrückt: Erworbene Eigenschaften können nicht vererbt werden. Mit diesem Postulat hatte Weismann eine wichtige Erkenntnis über die Vererbung gewonnen u. damit den Grundstein zum Neodarwinismus gelegt, auch wenn wir heute die Substanz der Vererbung präziser beschreiben können als die DNA im Kern der Keimzellen sowie die RNA im Plasma der Eizelle, die verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten des Eis festlegt.
Suprafestkörper
Wissenschaft

Wirbelnde Quantenpfannkuchen

Suprafestkörper sind seltsam: Sie haben zugleich Eigenschaften eines Festkörpers und einer Supraflüssigkeit. Nun gelang es einem Team der Universität Innsbruck, solche exotischen Materiezustände raffiniert zu manipulieren. von DIRK EIDEMÜLLER Wenn man sich in das Reich der Quantenphänomene begibt, muss man mit allerhand...

Stempel mit umgedrehter Aufschrift
Wissenschaft

Kranke duften anders

Warum viele Krankheiten einen charakteristischen Duft haben, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Vor ein paar Jahren ging eine erstaunliche Meldung durch die Presse: Eine Frau in Schottland hatte gerochen, dass ihr Mann krank war. Und zwar lange bevor er selbst an sich etwas Ungewöhnliches entdeckt oder irgendwelche Symptome gezeigt...

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