Lexikon
Kriegsmaschinen
im Altertum und im Mittelalter bei Belagerungen zu Deckung und Sturm verwandte Maschinen. Zur Deckung diente der Schirm (Schildkröte), ein fahrbares, mit Fellen oder Blech überzogenes Bretterdach. Zu den Stoßmaschinen zählten: der Mauerbohrer (auch Fuchs, Krebs oder Tarant genannt), ein etwa 15 m langes, starkes Rundholz mit Eisenspitze, das vorgedrückt und mit Seilen gedreht sich in die Mauerfugen einbohrte; der Sturmbock (Mauerbrecher, Widder), ein bis zu 30 m langer Balken mit Spitze, der an Ketten hängend gegen die Mauer gestoßen wurde, bis sie nachgab. Als Schusswaffen dienten Wurfmaschinen in Art der Balliste, in leichterer Ausführung das Katapult für pfeilartige Geschosse. Wandeltürme, bis 30 m hoch auf Rädern oder Walzen, trugen Wurfmaschinen, Sturmböcke und Soldaten; diese stürmten mit Hilfe einer Fallbrücke die Mauer. Der Eroberung diente auch der Hebekasten, ein Gerät, an dem Soldaten in einem Kasten oder Korb hoch gezogen und an die Mauer herangeführt wurden.
Wissenschaft
Der Friedhof der Raumschiffe
Unbemannte Raumschiffe werden kontrolliert zurück zur Erde gesteuert. Viele davon landen im Meer rund um „Point Nemo“ im Südpazifik. Doch die Objekte dorthin zu navigieren, wo ihr Absturz keine Menschen gefährdet, ist schwierig. Daher proben Forscher das Flugmanöver vorab im Labor. von KATJA MARIA ENGEL Kurz nur, mitten im...
Wissenschaft
An der Grenze des Periodensystems
Forschende erzeugen mithilfe von Teilchenbeschleunigern neue superschwere Elemente. von CAROLIN SAGE Nur wenige Minuten nach dem Urknall entstanden die ersten chemischen Elemente: Wasserstoff, Helium und Lithium. Doch dabei blieb es nicht. Eigentlich fing die sogenannte Nukleosynthese erst anschließend an, denn im Inneren von...