Lexikon
Archimẹdes
Mathematiker, Physiker und Techniker der griechischen Antike, * um 285 v. Chr. Syrakus, † 212 v. Chr. Syrakus (bei der Eroberung seiner Vaterstadt Syrakus von einem römischen Soldaten erschlagen).
Archimedes legte mit seinen Methoden zur Berechnung infinitesimaler Größen den Grund zur Entwicklung der Differenzial- und Integralrechnung 2000 Jahre später. Seine Entdeckung der Hebelgesetze zählt zu den Meilensteinen in der Geschichte der Physik.
Technische Erfindungen
Seinen Zeitgenossen war Archimedes v. a. wegen seiner Erfindungen auf dem Gebiet der praktischen Mechanik bekannt. Hierzu zählen die Schraube, die Wasserschnecke – ein Wasserhebegerät, bei dem eine von einem Rohr umschlossene, rotierende Schnecke Wasser auf ein höheres Niveau befördert –, ein mit Wasserdruck angetriebenes Planetarium und der Flaschenzug. Seine Kriegsmaschinen (z. B. Brennspiegel, Hebewerke und Wurfmaschinen), die er zur Verteidigung von Syrakus erfunden hatte, versetzten die römischen Belagerer immer wieder in Angst und Schrecken.
Einfluss auf Mathematik und Physik
Sein Ansehen in der Antike beruht wesentlich auf seinen Arbeiten zur reinen Mathematik. Archimedes entwickelte z. B. Verfahren zur Berechnung von Flächen- und Rauminhalten geometrischer Körper und von Quadratwurzeln sowie eine Methode zur beliebig genauen Bestimmung des Kreisumfangs. Für das heute mit π bezeichnete Verhältnis von halbem Kreisumfang und Radius zeigte er, dass der Wert von π zwischen 3 10/71 und 3 1/7 liegt, indem er dem Kreis ein regelmäßiges 96-Eck einbeschrieb und umschrieb. Er fand die halbregelmäßigen geometrischen Körper (archimedische Körper) und, bei seinen Überlegungen zur Anzahl der Sandkörner, mit der das Weltall aufgefüllt werden kann, eine Exponentialschreibweise zur Darstellung beliebig großer Zahlen.
Auf dem Gebiet der Physik entdeckte er die Gesetze des Schwerpunkts, der schiefen Ebene, des Hebels (Begründer der Statik) und des hydrostatischen Auftriebs (archimedisches Prinzip Auftrieb).

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