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Beherrschen auch andere Falken den Sturzflug?

Ja. Kennzeichnend für die Edelfalken, zu denen auch Wanderfalke (Falco peregrinus), Turmfalke (Falco tinnunculus), Baumfalke (Falco subbueto) und Merlin (Falco columbarius) zählen, ist ihr außerordentlich schneller Flug, vor allem der rasende Sturzflug bei der Jagd. Unangefochtener Spitzenreiter im Langstreckenflug ist der Wanderfalke, der bei seinem Zug in die Winterquartiere mehr als 10 000 Kilometer zurücklegt. Er erbeutet in der Regel nur fliegende Vögel wie Tauben, Stare und Lerchen, die dem im Sturzflug bis zu 300 Stundenkilometer schnellen Jäger nur schwer entrinnen können. Auch der Baumfalke fängt seine Beute in der Luft. Dem schnellen Flieger entkommen auch Mauersegler und Libellen nicht, die er noch im Flug verspeist.

Eine andere Technik des Beutefangs hat dagegen der Turmfalke entwickelt. Er beobachtet seine Beutetiere, überwiegend Feldmäuse, im charakteristischen Rüttelflug, um dann in einem günstigen Moment auf sie herabzustoßen. Turmfalken, die zu den häufigsten europäischen Greifvögeln gehören, sind äußerst anpassungsfähig. In der freien Natur brüten sie bevorzugt in alten Krähennestern, nehmen aber auch mit Kirchtürmen und Hochhäusern vorlieb, so dass sie sich auch die Stadt als neuen Lebensraum erobern konnten.

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