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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

schwingen

schwn|gen
V.
134
I.
mit Akk.; hat geschwungen
1.
schwenken
(1)
2.
bogenartig formen;
geschwungene Stuhlbeine; geschwungenes Dach; schön geschwungene Lippen, Augenbrauen
3.
in Verbindung mit bestimmten Subst.
Flachs s.
die Holzteile des Flachses durch Schlagen lösen;
die große Klappe s.
ugs.
prahlerisch, großsprecherisch reden;
den Pantoffel s.
ugs.
den Ehemann beherrschen, unterdrücken;
eine Rede s.
eine Rede halten
II.
refl.
sich s.
1.
sich mit Schwung (auf etwas) setzen;
sich aufs Pferd, aufs Rad s.
2.
sich mit Schwung an eine Stelle, in eine Richtung bewegen;
der Vogel schwang sich in die Luft, auf einen Ast; sich auf ein Turngerät s.
III.
o. Obj.
1.
sich gleichmäßig hin und herbewegen;
das Pendel schwingt; eine Saite schwingt beim Gezupft, Gestrichenwerden; (beim Turnen) am Reck s.; die Brücke geriet unter unseren Tritten ins Schwingen
2.
sich in Wellen (fort)bewegen;
ein Ton schwingt; der letzte Akkord schwang noch im Raum, als
3.
mitklingen, beim Sprechen erkennbar sein;
in ihrer Stimme schwang Bitterkeit; in seinen Worten schwang ein leiser Vorwurf
4.
schweiz.
ringen (indem man den Gegner am Gürtel und am aufgerollten Hosenbein zu fassen und dann auf den Boden zu legen versucht)
5.
Skilauf
in gleichmäßigen Bogen bergab fahren
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