Lexikon

Lateinschrift

um 600 v. Chr. aus dem griechischen Alphabet entstandene Buchstabenschrift; ursprünglich Kapitalschrift oder Monumentalschrift. Seit dem 2. Jahrhundert wurde in der Buchschrift die stärker kursive Unzialschrift verwendet, die im 4.9. Jahrhundert vorherrschte. Daneben entwickelte sich seit dem 1. Jahrhundert die Majuskelkursive, wobei in zunehmendem Maß die Buchstaben verkleinert und aneinander gefügt wurden. So entstand die Halbunziale (5.8. Jahrhundert), aus der sich nationale Minuskelschriften entwickelten. Im 8. Jahrhundert gab es wieder eine einheitliche Lateinschrift für das Abendland in der gleichmäßigen, deutlichen, harmonischen karolingischen Minuskel. Seit dem 11./12. Jahrhundert wurden die Buchstaben gebrochen, es entstand die nach dem gleichzeitigen Kunststil benannte gotische Schrift, in der neben einer hauptsächlich in Inschriften gebrauchten gotischen Majuskel seit dem 12. Jahrhundert die gotische Minuskel als Buch- und Urkundenschrift überwog. In der gitterartigen Textura fand sie im 14. und 15. Jahrhundert ihre formale Vollendung. Daneben war seit dem 14. Jahrhundert als Buch- und Geschäftsschrift die Notula in Gebrauch. Ebenfalls im 14. Jahrhundert finden sich die Rotunda mit gemilderten Brechungen und die Bastarda mit kursiven Elementen. Neben all diesen Lateinschriften entwickelten sich eine Reihe von Schreibschriften, die bis heute in vielen Zügen verändert wurden.
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Tattoos sind ein uralter und bis heute beliebter Körperschmuck. In der präkolumbischen Chancay-Kultur in Südamerika hatten sie offenbar eine größere Bedeutung als bislang gedacht. Denn auf der Haut von rund 1 200 Jahre alten Mumien aus Peru haben Forschende feingliedrige Tätowierungen aus komplexen Mustern entdeckt. Die Tinte war...

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