Lexikon

Lebensmittelkonservierung

Verlängerung der Frischhaltung oder Haltbarmachung (Konservierung) von Lebensmitteln durch physikalische, chemische bzw. mikrobiologische Verfahren. Oft sind mehrere Reaktionsmechanismen beteiligt. Die Lebensmittelkonservierung unterbindet entweder schädigende exogene Einflüsse oder unerwünschte abiotische Veränderungen im Lebensmittel.
Zu den in der Praxis etablierten Verfahren gehören: 1. Filtrationsverfahren wie Entkeimungsfiltration durch Ultrafilter (Mikrofiltration) zur Entfernung von Verderbskeimen. 2. Kälteverfahren wie Kühllagerung (0 bis 7 °C), Gefrieren (0 bis 6 °C) und Tiefgefrieren (mindestens 18 °C) zur Verlangsamung mikrobiologischer und enzymatischer Vorgänge. 3. Wärmeanwendungen wie kurzzeitige Erhitzung im Sinne einer Pasteurisation (6285 °C), Sterilisation (über 100 °C), Ultrahocherhitzung (UHT-Verfahren, 135150 °C) zur Inaktivierung von Enzymen und Abtötung von Mikroorganismen. 4. Trocknung, d. h. Wasserentzug durch Gefriertrocknung, Backen, Dörren, Räuchern, Eindickung. 5. Einlegen in bakterienfeindliches Milieu, Säuerung (pH-Wert-Absenkung), Alkohol, Zucker, Salz, Pökelsalz. 6. Gärung (Fermentation) zur Ausbildung konservierend wirkender Säuren. 7. Konservierungsstoffe, d. h. die Verwendung zugelassener chemischer Konservierungsstoffe. 8. Bestrahlung, d. h. die Anwendung energiereicher oder ionisierender Strahlen. Die Zulässigkeit von Konservierungsverfahren nach 7. und 8. unterliegt in vielen Ländern der Kontrolle des Gesetzgebers und ist oft auf bestimmte Lebensmittelgruppen beschränkt.
Ein Weißkopfseeadler (Haliaeetus leucoce phalus) kann eine Maus aus über drei Kilometern Höhe sehen. © DesignPics /OKAPIA
Wissenschaft

Augen: Komplizen des Lichts

Die Sinneszellen in unserer Netzhaut sind so sensibel, dass sie einzelne Photonen wahrzunehmen vermögen. Dabei sind die menschlichen Augen aber bei Weitem nicht die besten: Einige Tiere sehen die Welt in einer Weise, die für uns fast unvorstellbar ist. von Christian Jung Wir erfahren die Welt durch unsere Sinne. Hören, Schmecken...

Zwergnilpferde und Fundstätten
Wissenschaft

Steinzeitmenschen könnten Zwerg-Megafauna ausgerottet haben

Vor etwa 14.000 Jahren waren auf Zypern Zwergflusspferde und Zwergelefanten weit verbreitet. Doch nachdem die ersten Menschen begannen, die Insel zu besiedeln, starben beide Arten innerhalb weniger Jahrhunderte bis Jahrtausende aus. Was das nur eine zeitliche Koinzidenz oder steckte ein kausaler Zusammenhang dahinter? Eine Studie...

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon