Lexikon
Leishmaniạsen
[
Leishmaniosenli:ʃ-; nach W. B. Leishman
]in tropischen und subtropischen Ländern vorkommende, durch Einzeller (Leishmanien) hervorgerufene Infektionskrankheiten, die durch die Stiche von Sandmücken übertragen werden. Zu den Leishmaniasen gehören die Hautleishmaniase (kutane Leishmaniase; früher als Aleppo- oder Orientbeule bezeichnet), die meist spontan heilt; Erreger: Leishmania tropica; die Kala-Azar, eine chronisch verlaufende Allgemeinerkrankung; Erreger: Leishmania donovani; sowie die mukokutane Leishmaniase Südamerikas, eine Haut- und Schleimhautleishmaniase (auch Espundia), die nur in Südamerika vorkommt und zu einer fortschreitenden entstellenden Zerstörung der Haut, Muskulatur und des Knorpels im Mund-Nasen-Rachen-Raum führt; Erreger: Leishmania brasiliensis.
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