Lexikon
Mọ̈sien
lateinisch Moesiain der Antike Bezeichnung für die Landschaft zwischen der unteren Donau und dem Balkangebirge, etwa dem heutigen Serbien, Nordbulgarien und der rumänischen Dobrudscha entsprechend; benannt nach den thrakischen Moesern; 29/28 v. Chr. von den Römern unterworfen. Unter dem Statthalter Tiberius Plautius Silvanus wurden 60 n. Chr. 100 000 Menschen samt ihren Stammesfürsten und Sippenhäuptern aus dem transdanubischen Gebiet angesiedelt und die skythischen Gebiete nördlich von Mösien unterworfen. Unter Domitian wurde Mösien geteilt in Moesia inferior und Moesia superior. Während der Völkerwanderungszeit wurde es von den Germanen überschwemmt, doch hielten sich die römischen Städte bis ins 6. und 7. Jahrhundert.
Wissenschaft
Körperabwehr gegen Krebs
Immuntherapien sind die neue tragende Säule der Krebsmedizin. Bei manchen Patienten vollbringen sie wahre Wunder, bei anderen verfehlen sie ihre Wirkung. Warum? von SUSANNE DONNER Bei der Vorstellung kann einem mulmig zumute werden: Tag für Tag entstehen in jedem von uns Krebszellen. „Hundertfach. Es ist etwas ganz Normales“,...
Wissenschaft
Knochen belegen Gewalt-Kannibalismus im Magdalénien
Menschliche Überreste aus der Maszycka-Höhle in Polen zeugen davon, wie Gesellschaften in Mitteleuropa in der Altsteinzeit lebten und wie sie ihre Toten bestatteten. Spuren an diesen Knochen deuten darauf hin, dass die Körper der Verstorbenen systematisch zerlegt wurden – bis aufs Knochenmark, wie neue Analysen ergaben. Die Funde...