Lexikon
Mọ̈sien
lateinisch Moesiain der Antike Bezeichnung für die Landschaft zwischen der unteren Donau und dem Balkangebirge, etwa dem heutigen Serbien, Nordbulgarien und der rumänischen Dobrudscha entsprechend; benannt nach den thrakischen Moesern; 29/28 v. Chr. von den Römern unterworfen. Unter dem Statthalter Tiberius Plautius Silvanus wurden 60 n. Chr. 100 000 Menschen samt ihren Stammesfürsten und Sippenhäuptern aus dem transdanubischen Gebiet angesiedelt und die skythischen Gebiete nördlich von Mösien unterworfen. Unter Domitian wurde Mösien geteilt in Moesia inferior und Moesia superior. Während der Völkerwanderungszeit wurde es von den Germanen überschwemmt, doch hielten sich die römischen Städte bis ins 6. und 7. Jahrhundert.
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