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Müssen wir uns im heimischen Wald vor wilden Wölfen fürchten?

Nein. Inzwischen gibt es zwar wieder zwei Wolfsrudel im Osten Deutschlands, aber fürchten müssen wir sie nicht.

Bis ins 19. Jahrhundert war der Wolf (Canis lupus) fast auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet; heute finden wir ihn in nennenswerter Zahl nur noch in den Wäldern Osteuropas, einigen Gebirgsregionen um das Mittelmeer, im Nahen Osten, einigen Gebieten Nordamerikas, in China und Russland. Die russische Population ist mit etwa 40 000 Tieren die größte.

Zum Verhängnis wurde diesem größten aller Hundevertreter seine Neigung, Nutzvieh zu reißen. Nachdem der Wolf in den USA und Europa deshalb schon fast ausgerottet worden war, setzte glücklicherweise ein Umdenken ein: Im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark wurden Wölfe bewusst wieder angesiedelt, um die Zahl der für das Vieh noch erheblich schädlicheren Kojoten (Canis latrans) zu beschränken, und in Europa haben die Entvölkerung armer Bergregionen und Schutzbestimmungen dazu geführt, dass in Italien, Skandinavien und Frankreich die Bestände wieder wachsen. Auch in Deutschland, der Schweiz und Tschechien werden immer öfter aus dem Osten eingewanderte Exemplare gesichtet. In einigen Regionen werden sogar traditionelle Hütemethoden wieder eingeführt, da ständige Beaufsichtigung der beste Schutz für das Vieh und damit eine gute Basis für ein friedliches Nebeneinander von Mensch und Wolf ist.

Galaxienhaufen, Abell 370
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